Material Design

am 22. Oktober 2017 in Aktuelles von
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„a comprehensive guide for visual, motion and interaction design“

 

Plattformen, Onlineshops und Webseiten etc. sind nur dann erfolgreich, wenn sie auf die Bedürfnisse, Erwartungen und Ziele der zukünftigen Nutzer zugeschnitten sind. Die Begriffe Usability (Gebrauchstauglichkeit) und User Experience (Nutzererlebnis) gewinnen daher in unserer digitalen Welt immer mehr an Bedeutung und sind heutzutage entscheidende Faktoren für den Erfolg digitaler Produkte. Ein wesentliches Ziel von Material Design ist es, anhand dieser Faktoren, eine möglichst positive und benutzerfreundliche Interaktion zwischen Nutzer und Applikationen zu schaffen.

Wir widmen uns in diesem Blogeintrag der Frage: „Was ist Material Design?“.

Material Design ist eine von Google entwickelte Designsprache, die stetig erweitert wird. Die Sprache wurde im Juni 2014 auf Googles Entwicklerkonferenz (Google I/O) vorgestellt und kam in der Anwendung „Google Now“ erstmalig zum Einsatz.

Material Design koppelt Gestaltungsregeln von klassischem, print-basiertem Design mit den Chancen digitaler Anwendungen. Die von Google veröffentlichten und sehr umfangreichen Richtlinien zu Material Design sollen konkrete Vorgaben dafür schaffen, wie eine Applikation benutzerfreundlich und gebrauchstauglich gestaltet werden kann. Sehen wir uns das mal genauer an:

Das gesamte Konzept basiert auf unserer fühlbaren und materiellen Wahrnehmung der Realität. Auch wenn Animationen und Bewegungen ein zentrales Prinzip von Material Design darstellen, ist das Design, ähnlich dem Flat Design, auf das Wesentliche reduziert. Diese Reduzierung soll die Nutzer der digitalen Welt dabei unterstützen möglichst effektiv und effizient ihre Ziele zu erreichen. Dabei sind laut der Guideline die Faktoren Licht, Oberfläche, Performance und Bewegung unerlässlich. Drei der wichtigsten Gestaltungsregeln des Material Designs sind:

1. Einhaltung der Kontinuität

Die Benutzeroberflächen, darunter Animationen, Interaktionen und Übergänge sollen hier in direkter Abhängigkeit zum jeweiligen Kontext stehen und über alle Endgeräte hinweg ein wiederkehrendes Bild schaffen.

2. Erzeugung von Tiefe in den einzelnen UI-Elementen

Die komplette Designsprache basiert auf der Dreidimensionalität. Jedes UI-Element hat daher eine x-, y- und eine z-Achse. Außerdem hat Google für die jeweiligen Elemente strenge Richtlinien für ein konkretes Licht- zu Schattenverhältnis aufgestellt.

3. Beachtung der physikalischen Gesetze

Bewegungsabläufe sollen den physikalischen Gesetzen folgen und das Verhalten von Objekten widerspiegeln. Man kann sich die einzelnen Materialien (Elemente) wie Produkte aus Papier vorstellen, die im selben Raum frei und auf jeder beliebigen Achse, verschoben werden können.

Ein weiterer Vorteil von Material Design ist, dass es sich wunderbar und sehr einfach in deine Applikation oder Webanwendung einbinden lässt. Dazu stehen Frameworks wie zum Beispiel Material Design Lite oder Materialize kostenlos zur Verfügung.

Fazit

Material Design ist seit 2015 lediglich ein Designtrend und nicht die Designlösung schlechthin. Manche Techniken und Vorgaben eignen sich für dein Projekt, andere weniger. Außerdem ist zu beachten, dass eine stupide Verwendung einer Designsprache keine Innovativität und Experimentierfreudigkeit hervorbringen kann und es uns dadurch sogar eventuell entfallen kann auf Feinheiten zu achten. So kann es leicht passieren, dass die Funktionalität unserer Applikation vernachlässigt wird und unsere Applikationen und Webseiten mit der Zeit nahezu identisch aussehen. Nichtsdestotrotz wird dabei auch eine gleichbleibend positive Benutzererfahrung über alle Endgeräte hinweg geboten.

German UPA Summer School – Allgemeines

am 17. Oktober 2017 in Aktuelles von
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Als Student/in des Studiengangs Onlinemedien steht den Bachelorandinnen und Bacheloranden ein breites Spektrum an beruflichen Perspektiven offen. Hat ein/e Student/in einmal ein Interessengebiet für sich entdeckt, gibt es viele Möglichkeiten zur Orientierung, Weiterbildung, Zertifizierung und Ähnlichem. Ich befinde mich derzeit im vierten Semester des Studiengangs und glaube meine berufliche Leidenschaft gefunden zu haben. Als Interessierte des Berufsfeldes Usability und User Experience habe ich zur Orientierung an einem Workshop der German UPA teilgenommen. Heute möchte ich die Möglichkeit nutzen und allen Gleichgesinnten und Interessierten von meinen Erfahrungen bei der German UPA Summer School berichten.

Vorab möchte ich kurz darauf eingehen wer oder was die German UPA ist und die Begriffe Usability und User Experience genauer erläutern. Im zweiten Teil dieser Beitragsserie gehe ich näher auf die German UPA Summer School 2017 ein.

Was ist die German UPA?

Die German UPA ist der Berufsverband der Deutschen Usability und User Experience Professionals. Der Verband lebt von seinen ehrenamtlichen Mitgliedern, die sich der Meinungsbildung und Wissensvermittlung rund um die Themen Usability und User Experience verpflichtet fühlen und fungiert als Meinungsführer rund um die Themenfelder UX. Außerdem setzt die German UPA Qualitätsmaßstäbe an das von ihnen definierte Berufsbild des Usability Professionals und vertritt dieses Berufsfeld in der Öffentlichkeit und Wirtschaft.[1]

Was ist Usability und User Experience?

Die Begriffe Usability und User Experience sind durch die International Organization for Standardization, kurz ISO, durch eine Normung definiert.

Die DIN EN ISO 9241-11 beschreibt Usability als „das Ausmaß, in dem ein Produkt von bestimmten Benutzern in einem bestimmten Nutzungskontext genutzt werden kann, um bestimmte Ziele effektiv, effizient und zufriedenstellend zu erreichen.“[2]

Die User Experience wird durch die DIN EN ISO 9241-210 definiert.[3] Diese Norm beschreibt User Experience als das Nutzungserlebnis, das ein Nutzer während der Nutzung eines Systems erfährt. Dabei bezieht die User Experience sich nicht nur auf die Nutzungsdauer, sondern auch auf Empfindungen und Reaktionen, die vor und nach der Nutzung beim Benutzer ausgelöst werden.[4]

Zusammenhang von Usability und User Experience

Zusammenhang von Usability und User Experience

Zusammengefasst beschreibt die Usability den gesamten Prozess während der Nutzung eines Systems. User Experience hingegen beschäftigt sich zusätzlich mit dem vermuteten Nutzen, also den Erwartungen des Nutzers an das System, vor der ersten Nutzung und mit den Empfindungen, die nach der Benutzung eines Systems beim Nutzer ausgelöst werden. Usability ist damit ein Teil der User Experience.[5]

Nachdem nun alle eventuellen Unklarheiten beseitigt wurden, möchte ich euch im zweiten Teil von der German UPA Summer School berichten.

Quellen

[1]  Germaupa Berufsverband

[2]  vgl. DIN EN ISO von Dr. J. Schuhmacher

[3]  vgl. Definition von Usability und UX. Usability vs. User Experience

[4] Usability und User Experience, S. 5-7

[5] User Experience ungleich Usability von Prof. Dr. Christian Johner

German UPA Summer School 2017 – Ein Erfahrungsbericht

am 17. Oktober 2017 in Aktuelles, ON-Life von
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Die Summer School ist ein zweitägiger Intensiv-Workshop, der von der German UPA für interessierte Studenten veranstaltet wird. Die Teilnahme ist 16 ausgewählten Studentinnen und Studenten, die sich mit ihrem Lebenslauf und einem Motivationsschreiben beworben haben, vorbehalten.

Ziel der German UPA Summer School 2017

Ziel des Workshops ist es den Teilnehmern den Prozess des User Centered Designs (UCD) anhand einer spezifischen Aufgabenstellung näher zu bringen. Des Weiteren wird der Austausch und die Vernetzung zwischen Interessierten und Experten gefördert, berufliche Perspektiven im Bereich Usability und User Experience aufgezeigt und mit Tipps zum Berufseinstieg unterstützt.

Inhalte des Workshops

In den beiden Workshop-Tagen bestand die Aufgabe der Teilnehmer darin, ein Konzept für ein Portal zu entwickeln, das Studenten, die sich für das Berufsfeld UX interessieren, den Berufseinstieg erleichtert und die Möglichkeit für Fragen und Austausch bietet.

Die Konzeption fand in Dreier- bis Vierergruppe und unter Einhaltung des User-Centered-Design-Prozesses statt.

Zur Bewältigung der Aufgabenstellung wurde der UCD in Teilaufgaben gegliedert. Zu jeder Teilaufgabe wurde die Methodik von einem der Referenten erläutert. Während der Bearbeitung der jeweiligen Aufgaben fungierten die Referenten als Beobachter und gaben im Anschluss Feedback an die Gruppe.

Die Teilaufgaben gliederten sich wie folgt:

Gliederung zur German UPA Summer School 2017

Agenda der beiden Tage in der German UPA Summer School 2017

Erster Tag

Am ersten Tag durften wir Interviews mit den Teilnehmern anderer Gruppen führen, um herauszufinden, welche Interessen unsere Zielgruppe verfolgt. So kann im weiteren Verlauf sehr nutzerorientiert gearbeitet werden.

Im Anschluss daran versetzte sich je ein Gruppenmitglied, anhand des Interview-Protokolls, in die Position des Interviewten und gab dessen Aussagen wieder, während die anderen Gruppenteilnehmer die wichtigsten Aussagen stichwortartig auf Klebezetteln notierten. Die Klebezettel wurden im Anschluss an einem Board nach den jeweiligen Nutzerzielen sortiert. So konnten wir herausfinden welche Ziele besonders häufig genannt wurden und damit eine entsprechend hohe Relevanz aufwiesen.

Teamarbeit bei der German UPA Summer School 2017

Teamarbeit bei der German UPA Summer School 2017

Aus den jeweiligen Zielen entwickelten wir exemplarisch eine Persona (= repräsentativen Nutzer) und schrieben ein dazugehöriges Nutzungsszenario.

Zweiter Tag

Am darauffolgenden Tag erstellten wir anhand unseres Nutzungsszenarios einen Papier-Prototypen von einem Portal, welches das Ziel unserer Persona erfüllen sollte.

Erstellter Ablauf durch das Protal

Erstellter Ablauf durch das Protal

Ein Papier-Prototyp empfiehlt sich besonders zu einem frühen Entwicklungszeitpunkt, da hier bereits erste Usability-Probleme entlarvt werden können und das in einem äußerst kostengünstigen Rahmen.

Diesen Papier-Prototypen haben wir anschließend mithilfe der Teilnehmer anderer Gruppen evaluiert. Dazu erhielten die Teilnehmer genaue Aufgabenstellungen welche sie in diesem (Papier-)Portal erfüllen sollten. Das Vorgehen der Teilnehmer wurde dokumentiert, so konnten bereits erste Usability-Probleme aufgedeckt werden.

Ergebnisse

Unsere letzte Aufgabe bestand darin, die gewonnen Ergebnisse aufzubereiten und daraus Schlussfolgerungen für die weitere Entwicklung zu ziehen. Zum Schluss präsentierten wir den anderen Gruppen, wie auch diese uns, unser Gesamtergebnis der zwei Workshop-Tage.

Somit verbrachten alle Teilnehmer zwei spannende Tage im Kloster Bronnbach und konnten anhand einer praktischen Aufgabe die grundlegenden Methodiken des User-Centered-Design-Prozesses erlernen.

Abgerundet wurde der Workshop durch einen Abend zum Thema „Beruf“ und „Bewerbung“ und gemeinsamen Abenden im Freien. Am Berufsabend hatten die Studierenden die Möglichkeit Einblicke in die Berufe der Referenten zu erhalten, sowie Fragen rund um Beruf, Berufseinstieg und Bewerbung zu stellen.

Mein persönliches Fazit

Für alle Interessierten, die sich ihre berufliche Zukunft im Bereich Usability/User Experience vorstellen können oder sogar wünschen, ist die Summer School ein sehr guter Einstieg. Während der Workshop-Tage werden die wesentlichen Grundlagen des UCD-Prozesses praxisnah vermittelt. Die Tage können außerdem zum Interessens- und Wissensaustausch sowie zum Knüpfen beruflicher Kontakte im UX-Bereich genutzt werden.

Durch das hohe Engagement der Referenten und deren Freude an der Wissensvermittlung, gestalteten sich die beiden Tage als äußerst spannend und abwechslungsreich.

Ich persönlich habe dort zwei aufregende Tage mit tollen Menschen verbracht, welche dieselbe Leidenschaft teilen und kann für alle Gleichgesinnten eine klare Empfehlung für die German UPA Summer School aussprechen.

Ihr werdet dort zwei spannende, abwechslungsreiche und spaßige Tage erleben!

Hier geht’s zur Bewerbung: http://germanupa.de/events/summer-school/

Workshopteilnehmer der German UPA Summer School 2017

Workshopteilnehmer der German UPA Summer School 2017

Weitere Links für Interessierte:

Grafik Branchenreport 2016

Germaupa Paper Branchenreport 2016

Germaupa Fachschrift „Berufsfeld“

Bildquellen:

User Experience

Das sind Logos.

am 16. Oktober 2017 in Aktuelles von
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In folgendem Blogeintrag will ich euch die Wichtigkeit von Logos und die neusten Trends näherbringen.

Wozu braucht man Logos?

Das Logo eines Unternehmens ist ein elementarer Bestandteil des Corporate Designs und des Unternehmens selbst. Es fungiert als eine Art Aushängeschild, welches das Unternehmen repräsentieren soll. Ein Logo hat eine Signalwirkung. Die grafische Darstellung von Form und Schrift gibt einem Logo Wiedererkennungswert und ist für den Normalverbraucher besonders einprägsam.

Warum ist eine markante Gestaltung von Logos wichtig?

Ein Logo muss auffallen. Dies wird durch ein markantes und unverwechselbares Design erreicht. Das Unternehmen soll sich also nur durch die Individualität der Logo-Gestaltung von anderen abheben, um ein Alleinstellungsmerkmal und einen Wiedererkennungswert zu erlangen.
Ist ein Logo zu schlicht oder zu gewöhnlich gestaltet, so kann dies dazu führen, dass es nicht beachtet bzw. nicht wiedererkannt wird. Somit gehen dem Unternehmen ggf. potenzielle und wichtige Kunden verloren.
Um sich im Wettbewerb von anderen Mitbewerbern abgrenzen zu können muss gerade hier ein deutlicher Unterschied zu anderen Logos erkennbar sein.

Logo Arten

Logos können auf viele verschiedene Arten dargestellt werden. Das ideale Logo soll auf die Anforderungen des Unternehmens angepasst sein. Die drei verschiedenen Darstellungsmöglichkeiten unterscheiden sich in Wortmarke, Bildmarke und Wort-Bild-Marke.

Wortmarken

Die gestalterisch freiste Form des Logos ist die Wortbildmarke. Hier gilt allein ein Schriftzug des Unternehmens-Namen als Logo. Google, Amazon sowie FedEx sind hier typische und bekannte Wortmarken. Eine besondere Gestaltung ist nicht zwingend notwendig, jedoch kann der Wiedererkennungswert durch Farben oder ausgefallene Typografie hergestellt werden.

 

Bildmarken

Die Bildmarke zeichnet ein Logo in grafischer Form aus. Unternehmen wie Volkswagen, Apple oder Deutsche Bank setzen die Bildmarke gezielt auf Produkten oder Werbung ein. Um sich von Mitbewerbern abzuheben, sollte hier eine offensichtliche gestalterische Höhe erlangt werden.

Wort-Bild-Marken

Die Wort-Bild-Marke ist eine Mischung der gerade genannten Markenarten. Das Logo besteht also aus einem Schriftzug und einer Grafik. Beispiele hierfür sind Puma, WWF und RedBull.

Aktuelle Logo-Trends

Der Trend von Logos lässt sich jedes Jahr aufs Neue beschreiben. Der Logo-Trend 2017 lässt sich auf drei Merkmale beschränken:

 

1.    Einfachheit und Naivität

Einfache Formen, Linien und Figuren werden so angeordnet, dass Symbole oder Motive sehr leicht zu erkennen sind. Oftmalswird beim Betrachter in geringem Maße das Vorstellungsvermögen angeregt, wodurch das Logo interessanter und lebhafter wirkt.


2.    Streifen und Linien

Streifen und Linien in verschiedenster Form werden eingesetzt, um einem Logo Dynamik und Bewegung zu verleihen. Sie werden meist bei Buchstabenformen und Muster eingesetzt.

3.    Geometrische Formen

Diese geometrischen Formen geben dem Logo bei richtiger Platzierung eine multidimensionale Wirkung. Hiermit wird Tiefe geschaffen.

4.    Farbverläufe

Auch Farbverläufe sind wieder im Trend. Diese werden teilweise dazu eingesetzt, dreidimensionale Logos zu gestalten, funktionieren aber auch auf zweidimensionaler Ebene. Eines der bekanntesten Unternehmen, die dieses Jahr auf Farbverläufe umstieg, ist Instagram.

Fazit

Logos werden seit vielen Jahrzehnten benutzt und es wird sie auch noch lange geben. Deshalb ist der Wandel der Logo-Trends unumgänglich und sogar gewollt. Für Unternehmen ist ein Logo unverzichtbar. Je origineller und einprägsamer ein Logo ist, desto besser.

Für diejenigen, die sich weitere tolle Logos ansehen wollen, kann ich folgende Internetadressen empfehlen:

www.logolounge.com
www.designmadeingermany.de
Für die Kreativen unter euch empfehle ich folgende Links zum selbst aktiv werden:

www.99designs.com
www.designenlassen.com

 

 

Quellenangaben:

http://t3n.de/news/logo-trends-2017-design-report-834459/

http://www.feinbrand.de/wichtig-sind-logos-fur-ihr-unternehmen/

http://www.schloetterer-design.com/zeichenmarken.html

 

Google Tag Manager

am 15. Oktober 2017 in Tools & Bücher von
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“Schnelles und flexibles digitales Marketing: Auf dem globalen Marktplatz von heute ist Geschwindigkeit entscheidend. Mit Google Tag Manager können Sie jederzeit Tags für Ihre Website und Ihre mobilen Apps erstellen und aktualisieren, um mit dem Tempo Ihres Geschäfts mitzuhalten.”

So bewirbt Google seinen Tag Manager. Aber was soll das eigentlich bedeuten? Tags für Websites und Apps? Um mit dem Tempo mitzuhalten? Was macht man denn mit dem Tag Manager, und welche Vorteile bietet er?

Der Google Tag Manager wurde 2012 erstmals vorgestellt, aber nur schwach wahrgenommen. Die meisten (bis vor kurzem habe ich mich selbst dazu gezählt) haben höchstens den Namen einmal gehört, aber keine Ahnung, wie mächtig das Tool eigentlich ist, das sich dahinter verbirgt.

Anzahl der Google Anfragen für den Google Tag Manager im zeitlichen Verlauf

Anzahl der Google Anfragen für den Google Tag Manager im zeitlichen Verlauf

Was ist der Google Tag Manager?

Der Google Tag Manager (GTM) ist, wie viele Google-Dienste, kostenlos. In Verbindung mit Google Analytics ist er ein mächtiges Tool zum Tracking von… naja, allem Möglichen. Später mehr dazu.

Es handelt sich beim GTM um eine Art Container, der einmalig direkt nach dem <body>-Tag in den Quellcode eingefügt wird. Ab diesem Zeitpunkt findet das Management komplett über den Administrationsbereich des GTM statt. Es muss kein weiterer Code mehr eingefügt, keine Seiten mehr bearbeitet werden, und trotzdem können alle möglichen Codeschnipsel, JavaScripts uvm. in die Seite eingefügt werden. Der GTM ist also ein zentraler Verwaltungsort für alle Tags, welche man für die eigene Website benötigt.

Was sind Tags und wofür werden sie benötigt?

Einfach gesagt sind Tags Code Elemente, die zum Tracking verschiedener Daten verwendet werden. Ein Tag kann aus vordefiniertem Googlecode bestehen, wie zum Beispiel dem Google Analytics Tag oder dem Conversion Tracking Code von Adwords, muss es aber nicht. Beim Einsetzen von Tags sind dem Nutzer keine Grenzen gesetzt, da Google den Tag Manager anbieterneutral gestaltet, so ist es also möglich die verschiedensten HTML und JavaScript Codes zu implementieren. Doch wozu das Ganze?

Mithilfe der verschiedenen Tags ist es möglich unterschiedliche Daten zu erhalten, welche für das Marketing eine wichtige Rolle spielen. So lässt sich zum Beispiel tracken, wie viel Traffic auf einer Website ist, wo er herkommt und wie sich die Nutzer auf der Website verhalten. Durch diese Daten und viele weitere, lassen sich Erfolge von durchgeführten Marketing Kampagnen messen und die Erfolge besser einschätzen. Auch der Einfluss von Social Media Kanälen lässt sich so einfacher auswerten und dokumentieren. Durch die Erkenntnisse welche durch das Auslesen der Daten gemacht werden, lassen sich spätere Kampagnen besser auf das Verhalten der User anpassen.

Wie funktioniert der GTM?

Wie bereits vorhin beschrieben muss zunächst der Container im Quellcode der Seite integriert werden, um dem GTM. Ist dies passiert können nun alle weiteren Einstellungen über die GTM Oberfläche erfolgen. Um die Tags an die gewünschten Stellen zu legen muss zunächst einmal geklärt sein, auf welchen Seiten sie benötigt werden und welche Tags gewünscht sind. Stehen diese Dinge fest kann es auch schon losgehen, zunächst sollte Google Analytics mit dem GTM verbunden werden, auch dies passiert über ein entsprechendes Tag. Um ein solches Tag zu schreiben muss ihm zunächst ein Name gegeben werden. Anschließend wählt man den Tag-Type, beispielsweise Google Analytics, Benutzerdefinierter HTML-Tag oder Ereignis Listener. Hat man diese Einstellungen gewählt wird als nächstes die Tracking ID eingetragen. Im letzten Schritt müssen noch die sogenannten Regeln festgelegt werden.

Was sind Tag-Regeln?

Der GTM verfügt über zwei verschiedene Arten von Regeln, die Auslösungsregel definiert, wann ein Tag ausgelöst wird. Sie zu definieren ist immer notwendig. Die Blockierregeln definieren, wann ein Tag blockiert, also nicht ausgelöst wird. Zum Festlegen von Regeln gibt es zwei Möglichkeiten, erstens vorhandene Regeln verwenden oder eigene Regeln hinzufügen. Das definieren der Regeln beeinflusst also das Auslöseverhalten der Tags. Alle Regeln, welche ein Tag erhält stellen seine Tag-Konfiguration dar, diese wird nun beim Öffnen einer Website an den Browser der Users gesendet und ausgeführt. Alle gewonnenen Daten werden an das Integrierte Analytics Tool weitergegeben, da eine direkte Auswertung mit dem GTM nicht möglich ist.

Welche Vorteile bietet der GTM?

  1. Leichtes testen über eine Debugging Console und mit der Vorschaufunktion
  2. Verschiedene Nutzerberechtigungen können eingestellt werden
  3. Geräteübergreifend verwendbar, also auch für mobile Apps
  4. Jedes Tag kann benutzerspezifisch erstellt werden und trackt genau die Daten, welche benötigt werden
  5. Einfache Einbindung von Tags, ohne dass der Quellcode geändert werden muss
  6. Die Versionierung hilft dabei alle Änderungen nachzuverfolgen und alte Versionen im Handumdrehen wieder herzustellen
  7. zentraler Verwaltungsort für alle Tags
  8. durch vordefinierte Tags sind keine Programmierkenntnisse nötig, dies spart zeit und Kosten

Fazit: Lohnt es sich den GTM zu nutzen?

Der GTM bringt viele Vorteile mit sich, welche sowohl kleinen wie auch großen Unternehmen zugute kommen können. Vor allem der Marketing Abteilung kann somit die Möglichkeit gegeben werden möglichst einfach neue Tags hinzuzufügen, ohne den Umweg über die IT gehen zu müssen. Durch das Debugging Tool und die Vorschau Funktion kann außerdem getestet werden, dass alle Tags funktionieren. Da keine Veränderungen am Quellcode mehr durchgeführt werden müssen können schwerwiegende Fehler leichter vermieden werden. Alles in allem sollte die Option für jedes Unternehmen begutachtet und abgewägt werden, in vielen Fällen könnte der GTM eine Erleichterung für alle Beteiligten sein.

 

Quellen:

https://www.google.de/tagmanager/

https://support.google.com/tagmanager/answer/6163796?hl=de

https://www.google.com/intl/de/tagmanager/faq.html

http://www.netzstrategen.com/sagen/webwissen-google-tag-manager/

https://de.onpage.org/blog/google-tag-manager

http://t3n.de/news/google-tag-manager-50-minutiges-443576/

https://trends.google.de/trends/explore?q=Google%20Tag%20Manager

 

Googles Experimente und die Zukunft künstlicher Intelligenz – KI Teil 2

am 15. Oktober 2017 in Aktuelles, Tech von
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Googles „AI-Experiments“

Als einer der größten und einflussreichsten IT-Konzerne der Welt, nimmt natürlich auch Google Anteil an der Weiterentwicklung künstlicher Intelligenz. Seit November 2016 tun sie das aber nicht mehr nur hinter verschlossenen Türen. Auf ihrer Website „AI Experiments“ (https://ai.google/) lassen die Google Entwickler ganz gezielt die Öffentlichkeit auf spielerische Art und Weise an ausgewählten Projekten teilnehmen. Mit diesem Handeln versuchen sie bei mehr Leuten ein Interesse an KI zu wecken. Durch Freigabe aller Quellcodes der Experimente, die die Seite präsentiert, und durch die Möglichkeit eigene KI-Projekte beizutragen, bieten sie außerdem Hobbyentwicklern eine Plattform, um neue Ideen auszutauschen. Diese Art von öffentlicher Forschung hilft dabei, ein tieferes Verständnis der Funktionsweise von KI zu erlangen und die Möglichkeiten ihrer Weiterentwicklung zu erforschen.

Ein Beispiel für eines der Experimente ist der sogenannte „Thing Translator“. Dieses Programm bietet Übersetzungen von Objekten, die sich vor der Kamera befinden. Hierdurch kann die Kommunikation in Fremdsprachen erleichtert werden, denn die Nutzer erhalten eine sofortige Übersetzung des Gegenstandes, von dem sie möglicherweise noch keine Übersetzung kennen.

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Thing Translator (Quelle: https://experiments.withgoogle.com/ai/thing-translator)

Ein anders Beispiel ist „Quick, Draw!“. Hierbei handelt es sich um ein Spiel, das im Prinzip wie Montagsmaler funktioniert. Ein Spieler erhält einen Begriff und versucht diesen zu zeichnen, während die Mitspieler erraten, um was es sich handelt. Im Falle von „Quick, Draw!“ handelt es sich bei dem Mitspieler um künstliche Intelligenz.

Als das Spiel anfänglich programmiert wurde, wurden nur einige wenige Zeichnungen und Begriffe in das System eingepflegt. In der Zwischenzeit hat die Maschine jedoch viele weitere Begriffe und Zeichnungen gelernt. Dies passiert jedes Mal, wenn ein Spieler das Spiel spielt.

Das Beeindruckende an diesem Programm ist, dass es in der Lage ist, zwischen ähnlichen Bildern zu differenzieren und Muster in Zeichnungen erkennt, die komplett unterschiedlich erscheinen.

Quick Draw StartseiteQuick Draw Zeichnung

Quick, Draw! (Quelle: https://experiments.withgoogle.com/ai/quick-draw)

Die Zukunft von künstlicher Intelligenz

Wenn man sich verschiedene Vorhersagen anschaut, stellt sich die Frage, wie genau sich künstliche Intelligenz in der Zukunft weiterentwickeln wird. Wird KI unser Leben bereichern oder werden wir irgendwann bereuen, eine solche Intelligenz überhaupt jemals programmiert zu haben?

Das Hauptziel der Computerwissenschaften im Zusammenhang mit KI ist die Weiterentwicklung schwacher KI hin zu einer starken voranzutreiben. Eine starke künstliche Intelligenz ist in der Lage, menschliche Intelligenz nicht nur zu imitieren, sondern auch zu übertreffen. Ein solches Programm könnte theoretisch über jegliches Wissen verfügen, welches über einen Internetzugang zugänglich ist – also praktisch jegliches menschliches Wissen auf einmal.

Ob das Entwickeln einer solchen KI tatsächlich möglich ist, ist bis heute noch unklar. Es gibt aber zahlreiche positive, sowie auch negative Theorien über die Zukunft künstlicher Intelligenz. Deshalb sollten neben den vielen Vorteilen auch die Gefahren einer hochintelligenten Maschine bedacht werden.

Ein großer Vorteil von superintelligenten Computern ist, dass sie nahezu keine Fehler machen. Mit selbstfahrenden Autos könnten somit Verkehrsunfälle um ein Vielfaches reduziert werden. Jobs, die für Menschen zu gefährlich sind, wie z.B. Bombenentschärfung, könnten von Maschinen übernommen werden, besonders wenn sie sich intelligent an sich verändernde Situationen anpassen können.  Manche Wissenschaftler glauben sogar, dass eine Verschmelzung von Mensch und Computer in der Zukunft nicht unmöglich wäre, künstliche Intelligenz und Technologie den Menschen demnach eventuell verbessern könnte.

Trotz vieler Vorteile gibt es viele Menschen, die besorgt sind, da eine solche Superintelligenz auch Gefahren mit sich bringen könnte. Bekannte Wissenschaftler, die vor potentiellen Gefahren künstlicher Intelligenz warnen, sind zum Beispiel Steven Hawking und Bill Gates. Menschen also, die auch wirklich verstehen, wie KI funktioniert und welches Potential sie birgt.

Eine der großen Sorgen Vieler ist, dass die künstliche Superintelligenz außer Kontrolle gerät. Theorien besagen, dass die Entwicklung künstlicher Intelligenz in sich selbst intelligentes Handeln ist, das KI nach Definition also ebenfalls ausführen könnte. Das bedeutet, dass eine Super-KI sich theoretisch selbst immer weiter verbessern könnte und menschliche Intelligenz so um Längen übertreffen würde – Eingreifen wird so unmöglich.

Des Weiteren stellt sich die Frage, worin die Aufgabe des Menschen bestehen würde, in einer Welt, in der Computer jegliches menschliche Handeln und jegliche kognitive Leistung übernehmen können – und das sogar besser! Wären Menschen dann überflüssig?

Die größten Bedenken gibt es jedoch bei der Frage nach Moral. Künstliche Intelligenz ist bis heute rein auf Kognition konzentriert. Ein Computerprogramm, egal wie intelligent, hat keinerlei Bezug zu Richtig und Falsch, zu Gut und Böse, zu Gefühlen generell. Es hat kein Gewissen und handelt strikt nach dem Ziel, für das es ursprünglich programmiert wurde. Die Schäden, die ein solch unmoralisches Verhalten einer den Menschen übertreffenden Super-KI anrichten könnte, sind unvorstellbar.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass niemand genau weiß, wie sich KI in Zukunft weiterentwickelt und welchen Einfluss sie auf unser Leben nehmen wird. Technologie ist oft unvorhersehbar und übersteigt unsere Vorstellungskraft. Vor 20 Jahren war es noch unvorstellbar, das Internet einmal in der eigenen Hosentasche mit sich tragen zu können und doch tun wir das bereits. KI könnte unser Leben in Zukunft also genauso gut verbessern, wie auch zerstören. Wie lange es noch dauern wird, bis der erste Supercomputer entwickelt ist, kann keiner so genau sagen. Die Zeit wird zeigen, durch welche spannenden Entwicklungen künstliche Intelligenz unser Leben in Zukunft beeinflussen wird.

 

Quellen:

https://experiments.withgoogle.com/ai/thing-translator

https://experiments.withgoogle.com/chrome/autodraw

https://ai.google/

https://medium.freecodecamp.org/bill-gates-and-elon-musk-just-warned-us-about-the-one-thing-politicians-are-too-scared-to-talk-8db9815fd398

http://www.bbc.com/news/technology-37713629

http://bigdata-madesimple.com/the-future-of-artificial-intelligence-6-ways-it-will-impact-everyday-life/