Das Studium neigt sich dem Ende – doch was kommt dann?

am 29. September 2017 in Aktuelles, ON-Life von

Viele von euch Fragen sich bereits während des Studiums, was ihr Dualer Partner in Zukunft mit ihnen vor hat. Der eine oder andere plant vielleicht auch schon, gar nicht bei seinem Ausbildungsunternehmen zu bleiben. Und dann gibt es noch die unter euch, die gerne bei ihrem Partnerunternehmen bleiben würden – wie das bei Partnern eben so ist.

Doch was ist, wenn das Ausbildungsunternehmen euch gar nicht übernehmen will?

Die Zahlen sprechen eine andere Sprache: Die meisten dualen Studenten werden von ihrem ausbildenden Unternehmen in ein festes Angestelltenverhältnis übernommen. Das ist einer der großen Vorteile für jeden dual Studierenden und dieser Vorteil kann sich sehen lassen. Die drei Studienjahre absolviert ihr nicht nur an der Hochschule, sondern, dann, wenn die anderen Studierenden Semesterferien haben, arbeitet ihr ganz normal in eurem Betrieb. Ihr sammelt Praxiserfahrung. Das ist das, worauf es heute in der Arbeitswelt ankommt.

Ihr habt das Schmalz, euren Beruf gleich auszuüben.

Duale Studenten muss man nicht einarbeiten, wenn man sie nach dem Studium übernimmt und das wissen die Unternehmen, die euch ausbilden, allemal. Das bezahlen die meisten Unternehmen nach dem Studium auch richtig gut. Und vielleicht werdet ihr dann so richtig glücklich in eurer Firma, bis an euer Lebensende, vielleicht hier und da mal die Abteilung oder den Posten gewechselt, aber immer bei eurem guten alten Betrieb. So war das immer schon. Früher. Früher hat man das so gemacht.

Heute sieht die Welt ganz anders aus. Alles ist schnelllebiger geworden, jetzt wo das 56k Modem nur noch als Briefbeschwerer dient. Auch die Jobs, die man früher noch jahrelang gemacht hat.

Was passiert, wenn ihr bei eurem Unternehmen nicht glücklich werdet? Was passiert, wenn man euch loswerden will? Was tun, wenn nicht alles so perfekt läuft?

Eines steht fest. Wo eine Tür zugeht, geht eine andere auf. Und da sind noch gefühlte dutzende mehr. Es gibt Unternehmen wie Sand am Meer, die Leute wie euch suchen. Aus Sicht heutiger Arbeitnehmer kann man nur zu einem raten: Traut euch etwas zu. Geht nach dem Studium erhobenen Hauptes in die Welt hinaus und arbeitet euch hoch. Dazu müsst ihr nicht das nächstbeste schlechtbezahlte Angebot der kleinen Klitsche vor der Haustüre annehmen. Auch wenn man euch nicht übernehmen will, ist das kein Beinbruch. Vielleicht wisst ihr ja schon während des Studiums, dass euch euer Partnerunternehmen gar nicht übernehmen kann. Traut euch. Bewerbt euch. Schon während der Studienzeit. Die drei Jahre sind schneller vorbei, als man denkt und ehe man sich versieht, steht man ohne Job da. Das wäre dann zwar auch kein Weltuntergang, aber einen guten Start ins Leben nach Schule und Studium stellen sich die meisten wohl anders vor.

Also was tun?

Ganz einfach. Bewerben. Bewerben. Bewerben.

Und das meine ich – in einer Zeit, in der auf Papier gedruckte Bewerbungen höchstens als Schreibtischunterlage genutzt werden – tatsächlich genau so.

Die meisten Firmen, egal ob groß oder klein, akzeptieren eure Bewerbung digital. Den kleineren könnt ihr sie per Mail im Anhang schicken, bei den großen Unternehmen gibt es meist Bewerberportale, auf denen man sein eigenes Profil pflegt. Hier ein Bewerbungsgespräch, da ein Telefoninterview mit dem Recruiter. Aller Anfang ist schwer und zunächst wirklich seltsam, aber das legt sich wieder. Und spätestens wenn ihr den ersten Recruiter von euch begeistern konntet, freut ihr euch schon auf das Gespräch mit dem nächsten.

Da macht ihr euch zuvor genaue Notizen, was ihr erzählen wollt und dann kann es schon losgehen. Nützlich sind dabei immer persönliche Eigenschaften, wie Stärken oder Schwächen. Außerdem dürft auch ihr Fragen stellen! Gibt es Weiterbildungsmöglichkeiten? Lasst euch nichts aus der Nase ziehen, aber redet dem Gegenüber auch nicht den Kopf voll. Führt ein Gespräch, interagiert!

Wenn die ersten Hürden genommen sind und es konkret wird, kann man dann auch gerne mal nach den Leistungen des potenziellen Arbeitgebers fragen. Sportstätten? Kostenlose Getränke? Viele bieten auch Obst und andere Snacks kostenlos an, genau so wie einen Pausenraum.

Naja, und wenn jetzt noch das Gehalt stimmt, dann passt doch eigentlich alles!

Und das ist für viele von euch schon der entscheidende Punkt. Überlegt euch, ob ihr mit dem Angebotenen wirklich zufrieden seid. Wenn ihr wisst, dass ihr gute Arbeit leistet, dann soll die auch entsprechend entlohnt werden.

Ist das nicht der Fall, wird dies schnell zu einem unüberwindbaren Hindernis.

Und das ist vielleicht auch ganz gut so. Ihr dürft euch nur nicht unter eurem Wert verkaufen. Es muss immer eine ausgeglichene Work-Life-Balance geben.

Wichtig ist doch im Endeffekt nur eines: dass ihr selbst glücklich seid.

Lasst euch nicht unterkriegen. Viel Erfolg und alles Gute für die Zukunft!

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