German UPA Summer School 2017 – Ein Erfahrungsbericht

am 17. Oktober 2017 in Aktuelles, ON-Life von

Die Summer School ist ein zweitägiger Intensiv-Workshop, der von der German UPA für interessierte Studenten veranstaltet wird. Die Teilnahme ist 16 ausgewählten Studentinnen und Studenten, die sich mit ihrem Lebenslauf und einem Motivationsschreiben beworben haben, vorbehalten.

Ziel der German UPA Summer School 2017

Ziel des Workshops ist es den Teilnehmern den Prozess des User Centered Designs (UCD) anhand einer spezifischen Aufgabenstellung näher zu bringen. Des Weiteren wird der Austausch und die Vernetzung zwischen Interessierten und Experten gefördert, berufliche Perspektiven im Bereich Usability und User Experience aufgezeigt und mit Tipps zum Berufseinstieg unterstützt.

Inhalte des Workshops

In den beiden Workshop-Tagen bestand die Aufgabe der Teilnehmer darin, ein Konzept für ein Portal zu entwickeln, das Studenten, die sich für das Berufsfeld UX interessieren, den Berufseinstieg erleichtert und die Möglichkeit für Fragen und Austausch bietet.

Die Konzeption fand in Dreier- bis Vierergruppe und unter Einhaltung des User-Centered-Design-Prozesses statt.

Zur Bewältigung der Aufgabenstellung wurde der UCD in Teilaufgaben gegliedert. Zu jeder Teilaufgabe wurde die Methodik von einem der Referenten erläutert. Während der Bearbeitung der jeweiligen Aufgaben fungierten die Referenten als Beobachter und gaben im Anschluss Feedback an die Gruppe.

Die Teilaufgaben gliederten sich wie folgt:

Gliederung zur German UPA Summer School 2017

Agenda der beiden Tage in der German UPA Summer School 2017

Erster Tag

Am ersten Tag durften wir Interviews mit den Teilnehmern anderer Gruppen führen, um herauszufinden, welche Interessen unsere Zielgruppe verfolgt. So kann im weiteren Verlauf sehr nutzerorientiert gearbeitet werden.

Im Anschluss daran versetzte sich je ein Gruppenmitglied, anhand des Interview-Protokolls, in die Position des Interviewten und gab dessen Aussagen wieder, während die anderen Gruppenteilnehmer die wichtigsten Aussagen stichwortartig auf Klebezetteln notierten. Die Klebezettel wurden im Anschluss an einem Board nach den jeweiligen Nutzerzielen sortiert. So konnten wir herausfinden welche Ziele besonders häufig genannt wurden und damit eine entsprechend hohe Relevanz aufwiesen.

Teamarbeit bei der German UPA Summer School 2017

Teamarbeit bei der German UPA Summer School 2017

Aus den jeweiligen Zielen entwickelten wir exemplarisch eine Persona (= repräsentativen Nutzer) und schrieben ein dazugehöriges Nutzungsszenario.

Zweiter Tag

Am darauffolgenden Tag erstellten wir anhand unseres Nutzungsszenarios einen Papier-Prototypen von einem Portal, welches das Ziel unserer Persona erfüllen sollte.

Erstellter Ablauf durch das Protal

Erstellter Ablauf durch das Protal

Ein Papier-Prototyp empfiehlt sich besonders zu einem frühen Entwicklungszeitpunkt, da hier bereits erste Usability-Probleme entlarvt werden können und das in einem äußerst kostengünstigen Rahmen.

Diesen Papier-Prototypen haben wir anschließend mithilfe der Teilnehmer anderer Gruppen evaluiert. Dazu erhielten die Teilnehmer genaue Aufgabenstellungen welche sie in diesem (Papier-)Portal erfüllen sollten. Das Vorgehen der Teilnehmer wurde dokumentiert, so konnten bereits erste Usability-Probleme aufgedeckt werden.

Ergebnisse

Unsere letzte Aufgabe bestand darin, die gewonnen Ergebnisse aufzubereiten und daraus Schlussfolgerungen für die weitere Entwicklung zu ziehen. Zum Schluss präsentierten wir den anderen Gruppen, wie auch diese uns, unser Gesamtergebnis der zwei Workshop-Tage.

Somit verbrachten alle Teilnehmer zwei spannende Tage im Kloster Bronnbach und konnten anhand einer praktischen Aufgabe die grundlegenden Methodiken des User-Centered-Design-Prozesses erlernen.

Abgerundet wurde der Workshop durch einen Abend zum Thema „Beruf“ und „Bewerbung“ und gemeinsamen Abenden im Freien. Am Berufsabend hatten die Studierenden die Möglichkeit Einblicke in die Berufe der Referenten zu erhalten, sowie Fragen rund um Beruf, Berufseinstieg und Bewerbung zu stellen.

Mein persönliches Fazit

Für alle Interessierten, die sich ihre berufliche Zukunft im Bereich Usability/User Experience vorstellen können oder sogar wünschen, ist die Summer School ein sehr guter Einstieg. Während der Workshop-Tage werden die wesentlichen Grundlagen des UCD-Prozesses praxisnah vermittelt. Die Tage können außerdem zum Interessens- und Wissensaustausch sowie zum Knüpfen beruflicher Kontakte im UX-Bereich genutzt werden.

Durch das hohe Engagement der Referenten und deren Freude an der Wissensvermittlung, gestalteten sich die beiden Tage als äußerst spannend und abwechslungsreich.

Ich persönlich habe dort zwei aufregende Tage mit tollen Menschen verbracht, welche dieselbe Leidenschaft teilen und kann für alle Gleichgesinnten eine klare Empfehlung für die German UPA Summer School aussprechen.

Ihr werdet dort zwei spannende, abwechslungsreiche und spaßige Tage erleben!

Hier geht’s zur Bewerbung: http://germanupa.de/events/summer-school/

Workshopteilnehmer der German UPA Summer School 2017

Workshopteilnehmer der German UPA Summer School 2017

Weitere Links für Interessierte:

Grafik Branchenreport 2016

Germaupa Paper Branchenreport 2016

Germaupa Fachschrift „Berufsfeld“

Bildquellen:

User Experience

Keine Kommentare vorhanden, schreibe doch einen.

Schreibe ein Kommentar