Material Design

am 22. Oktober 2017 in Aktuelles von

„a comprehensive guide for visual, motion and interaction design“

 

Plattformen, Onlineshops und Webseiten etc. sind nur dann erfolgreich, wenn sie auf die Bedürfnisse, Erwartungen und Ziele der zukünftigen Nutzer zugeschnitten sind. Die Begriffe Usability (Gebrauchstauglichkeit) und User Experience (Nutzererlebnis) gewinnen daher in unserer digitalen Welt immer mehr an Bedeutung und sind heutzutage entscheidende Faktoren für den Erfolg digitaler Produkte. Ein wesentliches Ziel von Material Design ist es, anhand dieser Faktoren, eine möglichst positive und benutzerfreundliche Interaktion zwischen Nutzer und Applikationen zu schaffen.

Wir widmen uns in diesem Blogeintrag der Frage: „Was ist Material Design?“.

Material Design ist eine von Google entwickelte Designsprache, die stetig erweitert wird. Die Sprache wurde im Juni 2014 auf Googles Entwicklerkonferenz (Google I/O) vorgestellt und kam in der Anwendung „Google Now“ erstmalig zum Einsatz.

Material Design koppelt Gestaltungsregeln von klassischem, print-basiertem Design mit den Chancen digitaler Anwendungen. Die von Google veröffentlichten und sehr umfangreichen Richtlinien zu Material Design sollen konkrete Vorgaben dafür schaffen, wie eine Applikation benutzerfreundlich und gebrauchstauglich gestaltet werden kann. Sehen wir uns das mal genauer an:

Das gesamte Konzept basiert auf unserer fühlbaren und materiellen Wahrnehmung der Realität. Auch wenn Animationen und Bewegungen ein zentrales Prinzip von Material Design darstellen, ist das Design, ähnlich dem Flat Design, auf das Wesentliche reduziert. Diese Reduzierung soll die Nutzer der digitalen Welt dabei unterstützen möglichst effektiv und effizient ihre Ziele zu erreichen. Dabei sind laut der Guideline die Faktoren Licht, Oberfläche, Performance und Bewegung unerlässlich. Drei der wichtigsten Gestaltungsregeln des Material Designs sind:

1. Einhaltung der Kontinuität

Die Benutzeroberflächen, darunter Animationen, Interaktionen und Übergänge sollen hier in direkter Abhängigkeit zum jeweiligen Kontext stehen und über alle Endgeräte hinweg ein wiederkehrendes Bild schaffen.

2. Erzeugung von Tiefe in den einzelnen UI-Elementen

Die komplette Designsprache basiert auf der Dreidimensionalität. Jedes UI-Element hat daher eine x-, y- und eine z-Achse. Außerdem hat Google für die jeweiligen Elemente strenge Richtlinien für ein konkretes Licht- zu Schattenverhältnis aufgestellt.

3. Beachtung der physikalischen Gesetze

Bewegungsabläufe sollen den physikalischen Gesetzen folgen und das Verhalten von Objekten widerspiegeln. Man kann sich die einzelnen Materialien (Elemente) wie Produkte aus Papier vorstellen, die im selben Raum frei und auf jeder beliebigen Achse, verschoben werden können.

Ein weiterer Vorteil von Material Design ist, dass es sich wunderbar und sehr einfach in deine Applikation oder Webanwendung einbinden lässt. Dazu stehen Frameworks wie zum Beispiel Material Design Lite oder Materialize kostenlos zur Verfügung.

Fazit

Material Design ist seit 2015 lediglich ein Designtrend und nicht die Designlösung schlechthin. Manche Techniken und Vorgaben eignen sich für dein Projekt, andere weniger. Außerdem ist zu beachten, dass eine stupide Verwendung einer Designsprache keine Innovativität und Experimentierfreudigkeit hervorbringen kann und es uns dadurch sogar eventuell entfallen kann auf Feinheiten zu achten. So kann es leicht passieren, dass die Funktionalität unserer Applikation vernachlässigt wird und unsere Applikationen und Webseiten mit der Zeit nahezu identisch aussehen. Nichtsdestotrotz wird dabei auch eine gleichbleibend positive Benutzererfahrung über alle Endgeräte hinweg geboten.

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