Wie arbeitet man im Team am besten zusammen

am 11. Oktober 2017 in ON-Guide von

Als Onlinemedien-Studenten arbeiten wir oft im Team zusammen. Wir haben viele Projekte, die wir in der Gruppe managen müssen, oder haben als Aufgabe die Erstellung eines Dokumentarfilms oder eines Screencasts.

Jeder von uns weiß, wie schwer die Arbeit im Team sein kann. Es können Konflikte oder Meinungsverschiedenheiten auftreten, dabei möchte eigentlich jeder nur eine gute Note oder ein gutes Ergebnis abliefern.

Wann ist die Arbeit im Team also erfolgreich?

Google hat dies mehr als zwei Jahre lang durch Befragungen seiner Mitarbeiter in dem Projekt „Aristotle“ erforscht. Die Haupterkenntnis ist nüchtern und logisch. Wir denken, dass es von Wichtigkeit ist mit welchen Personen wir ein Team bilden, damit wir Erfolg haben. Doch das Ergebnis von „Aristotle“ zeigt, dass alleine der Umgang unter den Teammitgliedern ausschlaggebend ist.

Das Wohlfühlen im Team ermöglicht einen regen Ideenfluss, da Vorschläge eher auf Akzeptanz stoßen, anstatt direkt abgeschmettert zu werden. Durch Respekt untereinander steigt erst die Bereitschaft Ideen zu teilen oder eigene Erfahrungen einzubringen. Dadurch steigt wiederum die Produktivität und Innovation, wenn Kritik produktiv und nicht etwa abweisend ausgeübt wird.

Ein weiterer positiver Effekt ist die Zunahme von der Zufriedenheit der Teammitglieder, dadurch entwickelt sich ein Teamgeist mit Zusammenhalt.

Was für Rahmenbedingungen müssen nun also gegeben sein, damit der Umgang untereinander zu einer positiven Teamarbeit führt?

Hierbei können die folgenden 10 Aspekte hilfreich sein:

1. Ein gemeinsames Ziel:

Zum einen sollte das Team ein gemeinsames Ziel verfolgen, welches nicht abstrakt oder zu hochgesteckt ist. Je realitätsnaher es ist, desto höher ist die Identifikation der Teammitglieder damit. Das Ziel sollte also „machbar“ und identisch sein. Dadurch erfährt das Team eine Zugehörigkeit untereinander. Es wird deutlich, dass die Zielerreichung möglich ist, was zur Folge hat, dass die Arbeitsmotivation steigt.

2. Gerechte Rollenverteilung:

Andererseits ist eine gute Projektplanung sehr wichtig. Aufgaben sollten fair und transparent verteilt werden, sodass jedes Teammitglied nachvollziehen kann, was man selbst gerade machen muss oder noch zu erledigen hat. Zudem erlangt jeder eine Einsicht, was die anderen Mitglieder bearbeiten oder erledigen müssen. Das Team sollte eine koordinierte Vorgehensweise aufweisen, damit die Handlungen aller Mitglieder ineinandergreifen. Pünktlichkeit und Einhaltung von Regeln sollten daher auch selbstverständlich sein.

3. Lückenlose Kommunikation:

Ebenso ist die Kommunikation ausschlaggebend. Das Abhalten von Meetings ist ein wichtiger Bestandteil vom Arbeiten im Team. Dies sollte regelmäßig vorgenommen werden. Die Kommunikation im Team sollte lückenlos sein, damit jeder über genügend Informationen für die Bearbeitung seiner Aufgaben verfügt. Der Austausch sollte oft geschehen und auch das Festhalten vom derzeitigen Stand ist für den Erfolg von Bedeutung. Entscheidungen werden gemeinsam im Team getroffen und nur unter Absprache abgeändert. Alleingänge und „Eigenbrötler“ haben in einem Team nichts zu suchen.

4. Arbeitsmoral im Team:

Ein weiterer Aspekt ist die Arbeitsmoral im Team. Jedes Mitglied sollte sich für den Gesamterfolg verantwortlich fühlen und nicht die Verantwortung von sich schieben. Ein typischer Satz wie „Das ist nicht mein Verantwortungsbereich.“ ist hier fehl am Platz. Bei einem Meeting sollten sich Teammitglieder aufmerksam beteiligen und jeder jeden unterstützen, falls Probleme auftreten sollten. Die Grenzen von den Individuen verwischen in einem guten Team und die Loyalität im Team steigt.

5. Eine angenehme Arbeitsatmosphäre:

Wie schon anfangs erwähnt, ist das Wohlfühlen im Team sehr wichtig. Der Umgang untereinander sollte also respektvoll sein und in einer relaxten Arbeitsatmosphäre stattfinden. Jedes Teammitglied sollte sich geschätzt und akzeptiert fühlen. Hier ist es besonders hilfreich, wenn kein Druck ausgeübt wird und sich der Wettbewerbssinn in Grenzen hält. Dennoch sollte mit voller Kraft am gemeinsamen Projekt gearbeitet werden.

6. Hierarchie rotieren lassen:

In jeder Gruppenarbeit entsteht eine Hierarchie. Dies kann bewusst oder unbewusst geschehen. So gibt es Teammitglieder, die das sogenannte Ruder an sich reißen und eine Führungsposition einnehmen. Dies muss nicht unbedingt schlecht sein, da eine Person dafür zuständig sein muss, den Überblick zu behalten. Dennoch empfiehlt es sich diese Zuständigkeit im Team rotieren zu lassen. So wird vermieden, dass nur eine Person über Entscheidungen bestimmt und sich Teammitglieder ausklinken, da sie das Gefühl haben keinen Einfluss auf das Projekt nehmen zu können. Durch das Rotieren werden aus Teammitgliedern keine „Eigenbrötler“ und das gemeinsame Ziel gerät nicht in den Hintergrund.

7. Konstruktive Kritik:

Dies wurde ebenfalls ganz am Anfang erwähnt. Unstimmigkeiten im Team sind keine Seltenheit und müssen geklärt werden. Das Übersehen oder Ignorieren kann schnell für ein betroffenes Teammitglied im gedanklichen Ausstieg enden. Die Identifizierung mit dem Team nimmt ab und es kommt zu einer Abspaltung.

Daher ist es empfehlenswert Unstimmigkeiten im Team zu besprechen, damit diese schneller analysiert und behoben werden können. Doch anfallende Kritik kann schnell verletzend sein. Daher sollte diese sachlich und gerecht ausgeübt werden. Schließlich müssen Unstimmigkeiten im besten Sinne des Teams gelöst werden.

8. Über den Tellerrand blicken:

Diesen Aspekt habe ich ebenfalls bereits kurz genannt. Unterschiedliche Meinungen, Ideen und Vorschläge machen die Arbeit im Team erst interessant. Deswegen sind Offenheit, Bereitschaft und Akzeptanz gefragt, damit unterschiedliche Perspektiven zugelassen werden. Der „Blick über den Tellerrand“ stärkt das Team und neue kreative Wege können eingeschlagen werden.

9. Feedback geben:

Feedback ist ein wichtiger Bestandteil von guter Zusammenarbeit im Team. Konstruktive Rückmeldungen in regelmäßigen Abständen helfen dabei auf dem richtigen Weg zu bleiben. Probleme können zudem vermieden werden und Teammitglieder verbessern sich. Feedbacks können negativ oder positiv ausfallen, aber auf jeden Fall sollten sie immer konstruktiv sein.

10. Über Erfolge freuen:

Wenn Ziele oder Meilensteine erreicht sind, darf auch einmal gefeiert werden. Dies fördert die Motivation und Zufriedenheit im Team. Außerdem steigert dies das Teamgefühl und die Loyalität untereinander. Durch das Anerkennen von Erfolgen hat das Team auch für die weiteren Phasen einen Ansporn das Beste zu geben.

Diese Aspekte können bei einer erfolgreichen Zusammenarbeit im Team behilflich sein und bieten einen kleinen Überblick, wie Gruppenarbeit Spaß machen kann ohne stressig zu sein.

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