Analoges Arbeiten im digitalen Studium

am 19 Aug 2017 in Aktuelles von
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Retro-Fetischisten gibt es überall – auch unter Onlinemedien-Studenten. Zugegeben, ein Commodore C64 steht selten auf den Tischen der Kommilitonen, aber hin und wieder sieht man dann doch Relikte aus vergangenen Zeiten. Sie werden also immer noch genutzt – Stift und Papier. Und auch wenn vereinzelten ON-Studierenden ein Satz wie „Wir sind Onlinemedien-Studenten! Wir sind digital!“ über die Lippen kommt, so wird das analoge Schreiben doch stark verteidigt.

Laptop und Notizblock im Vergleich

Analog und Digital im Vergleich

Aber zurecht? Ist es heute nicht klüger, auf die Technik zu setzen und diese mit all ihren arbeitserleichternden Features zu nutzen?

Die Systementscheidung: Einmal getroffen ist ein Umstieg schwer

Die Entscheidung für ein Medium fällt bereits ganz am Anfang. Das Problem: Hat man sich einmal festgelegt, ist ein späterer Wechsel mit viel Aufwand und oftmals doppelter Arbeit verbunden. Entscheidet man sich für das händische Mitschreiben, so nutzt man entweder einen College-Block oder ein gebundenes Notizbuch. In beiden Fällen sollte man nicht einfach wild drauf los schreiben: Eine sinnvolle und einheitliche Einteilung der Seiten erleichtert nicht nur das Notieren selbst, sondern hilft vor allem beim Nachbereiten des Geschriebenen durch eine übersichtliche Gestaltung.

Seitengestaltung nach dem Cornell-System schafft Übersichtlichkeit

Das Cornell-System bietet eine solche Einteilung und eignet sich vor allem für logisch strukturierte Vorlesungen mit aufeinander aufbauenden Themen. Eine Seite wird in drei Bereiche aufgeteilt. Während in der rechten und größten Spalte die eigentlichen Notizen stehen, können im Zuge der Nachbereitung im unteren Bereich eine Zusammenfassung erstellt und im linken Bereich zum späteren Lernen des Inhaltes Fragen zu den Notizpunkten formuliert werden.

Cornell-System

Cornell-System

Dieses Schema digital anzuwenden ist zwar möglich, allerdings weniger verbreitet. Die meisten digitalen Notizbücher wie OneNote, Evernote und Co. bieten keine solche Funktion. Dafür ist es mit ihnen, vorausgesetzt das jeweilige Programm ist bereits installiert oder die Web-Application geöffnet, ein Kinderspiel, neue Notizen zu erstellen, sie in Notizbüchern zu gruppieren und über Tags Querverweise zu schaffen. Während es in vollen Aktenordnern einer durchdachten Organisation der Mitschriebe bedarf, um einen bestimmten Absatz auf Anhieb zu finden, so hilft im digitalen Notizbuch die Suchfunktion, die in Sekunden die gesamte Sammlung durchforstet. Doch der wahrscheinlich größte Unterschied macht sich bemerkbar, wenn Änderungen nachträglich vorgenommen werden müssen, ein Thema eingeschoben oder ergänzt wird oder das Geschriebene umsortiert werden soll. Wo am PC Strg+X und Strg+V das Problem lösen, hilft bei analogen Notizen oft nur ein erneutes Abschreiben, wenn die Übersichtlichkeit erhalten bleiben soll.

Allerdings überzeugt das Mitschreiben per Hand in einem nicht zu unterschätzenden Punkt:

Stift und Papier überzeugen beim Zeichnen und Skizzieren

Egal ob Grafiken, Schaubilder, Skizzen oder Formeln: Ihre Erstellung am Computer ist in der Hektik einer Vorlesung fast unmöglich oder zumindest auf keinen Fall praktikabel, sofern man kein iPad mit Apple Pen besitzt.

Notizen per Hand

Skizzen mit der Hand

Gibt es hierfür eine Lösung?

Jein. Ein Foto der per Hand gezeichneten Grafik lässt sich problemlos in die digitalen Notizbücher einfügen, allerdings nicht mehr erweitern oder verändern. Es ist somit eher ein Kompromiss, der einen oder mehrere Zwischenschritte benötigt und am Ende doch nicht alle Vorteile des digitalen Notizenmachens bietet. Womöglich ist dieser Punkt für manche Studenten der ausschlaggebende, zu Stift und Papier bzw. Tablet und Eingabestift zu greifen. Wenn selbst erstellte Skizzen jedoch nur die Ausnahme sind, kann man sich problemlos für den Kompromiss aus digitalen Notizen mit Fotos der Grafiken entscheiden.

Spezielle Stifte oder Notizbücher, die das Geschriebene automatisch digitalisieren, binden meiner Meinung nach zu sehr an ein Gerät bzw. ein Gadget und sind deshalb nur wenig praxistauglich.

Beim Schreiben Lernen, nicht nur abtippen

Das Anfertigen von Notizen verfolgt im Grunde nur ein Ziel: Das erleichterte Reproduzieren und Lernen des Stoffes.

Und gerade unter diesem Aspekt unterscheiden sich beide Methoden stark voneinander, wie eine Studie von Pam A. Mueller (Princeton University) und Daniel M. Oppenheimer (University of California) zeigte. Sie ging folgender Frage auf den Grund:

„Is laptop note taking detrimental to overall conceptual understanding and retention of new information?” 

In mehreren Tests haben sie bewiesen, dass Lernstoff, welcher während einer Präsentation mit Stift und Papier notiert wurde, besser in einem nachfolgenden Test wiedergegeben werden kann, als der am PC mitgeschriebene. Es ist somit relativ wahrscheinlich, dass die handschriftlichen Notizen erfolgreicher und mit weniger Aufwand gelernt und verwertet werden können, als am Computer getippte.

Gerade visuell Lernende können hier von einem „Erinnern“ des Schriftbildes profitieren. Denn die eigene Handschrift ist einzigartig und eine – manchmal mehr, manchmal weniger künstlerische – Ausdrucksweise unserer Gedanken. Wir können unsere eigene Handschrift von anderen unterscheiden und somit ist alles Handgeschriebene für uns automatisch bekannt und vertraut, wodurch es uns deutlich leichter fällt, auch den Inhalt reproduzierbar zu speichern.

Keine klare Entscheidung – Jede Methode hat ihre Vorteile

Pro Digital

  • Umweltschonend: kein Papier, kein Druck
  • Nachträglich editierbar
  • Verlinkungen zwischen anderen Notizen und Onlineinhalten
  • Synchronisation über alle Geräte hinweg
  • Kollaboratives Arbeiten an einem Dokument mit zusätzlichen Features wie einem Workchat etc.
  • Datensicherung
  • Direktes Arbeiten mit anderen digitalen Inhalten wie beispielsweise dem Vorlesungsskript

Pro Stift und Papier

  • Höhere Flexibilität: kein Strom, kein Internet, kein Endgerät nötig
  • Schneller bei spontanen Notizen
  • Grafiken, Zeichnungen, einfache Tabellen leichter und schneller zu erstellen
  • Deutlich höherer Lernerfolg

Fazit

Beide Methoden haben ihre spezifischen Vorteile. Digital bietet alle Möglichkeiten der digitalen Verarbeitung und Vernetzung; konventionell ist klar die bessere Methode für schnelles Lernen. Letztendlich muss jeder, abhängig von seiner Form der Notizen (Grafiken, Text, Onlineverlinkungen usw.) und seinem Verwendungszweck (Lernen, Weiterverarbeiten am PC, Teilen der Notizen usw.), selbst entscheiden, welche Art des Notierens die meisten Vorteile hat. Und vielleicht ist für manche auch ein goldener Mittelweg, der beide Arten kombiniert und entsprechend der Situation eine auswählt, ein geeigneter Ansatz.

Quellen:

https://www.umfk.edu/learning-center/studying-tips/notes/, Abfrage vom 28.07.2017

https://hbr.org/2015/07/what-you-miss-when-you-take-notes-on-your-laptop, Abfrage vom 28.07.2017

Golem Network – globaler Supercomputer

am 24 Jul 2017 in Aktuelles, Tech von
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Mit dem “golem project” wollen die Entwickler des Golem Networks einen dezentralen, globalen, 100% Open Source und für jeden nutzbaren Supercomputer zur Verfügung stellen. Die Teilnehmer des Projekts können ihre Rechenleistung Peer-to-Peer vermieten, bezahlt wird dabei über Ethereum Smart Contracts, direkt, anonym und frei von Mittelmännern. Die Idee hinter Golem ist so alt wie das Internet selbst. Alle schließen ihre Computer zusammen und bilden so einen Supercomputer, für alle verfügbar, ohne Zwang und Grenzen. Dabei wird Rechenkapazität von sämtlichen Usern kombiniert, von normalen Laptops bis zum großen Rechenzentrum. Ist Golem die Chance Teil von etwas Großem zu werden, oder nur ein weiterer Pipedream, der niemals Realität wird?

Golem Logo

Golem Logo

Quelle: https://bitcoinblog.de/2016/11/11/heute-beginnt-der-golem-crowdsale/

 

Wie funktioniert Golem?

Golem ist ein p2p Netzwerk, es gibt also keinen zentralen Server und jeder User genießt die gleichen Rechte. Will man nun die Kapazität des Netzwerks nutzen, oder eigene Rechenpower bereitstellen, veröffentlicht man das im Netzwerk. Das Golem Transaktionssystem verbindet dann die Anbieter (Provider) und Abnehmer (Requestor), vergleicht dabei Preise, Reputationen und die Rechenleistung der Computer. Die zu berechnenden Dateien werden dann vom Requestor zum Provider gesendet. Nach der Berechnung sendet dann der Provider per App die Daten an den Requestor. Wenn das Ergebnis einen Verifikationsprozess besteht, wird der Provider entsprechend bezahlt. Sollte ein Teilnehmer versuchen zu betrügen, z.B. indem er defekte Dateien zurückschickt, oder nicht zahlt, verliert er Reputation und wird von Golem nicht mehr zur Berechnung ausgewählt.

Golem Funktionsweise

Funktionsweise von Golem

Quelle: https://blog.golemproject.net/why-ethereum-b398df34df9b

Warum dezentral?

Die Dezentralisierung erlaubt eine vollständige Skalierbarkeit ohne ein eigenes Netzwerk und eigene Server zu betreiben. Dadurch entfallen Wartungskosten und das Netzwerk wächst von selbst mit seinen Aufgaben. Außerdem werden Fehlerquellen eliminiert und das System ist resistent gegenüber Angriffen und Zensur.

 

Mögliche Geschäftsmodelle

Weltweit wird nur ein Bruchteil der verfügbaren Rechenleistung genutzt. Könnte jeder die Rechenzyklen seines Computers frei vermieten, würde die Rechenkapazität massiv ansteigen und jeder Computer würde für seinen Besitzer kleine Geldbeträge erwirtschaften.

Golem kann überall eingesetzt werden, wo viel Rechenkapazität benötigt wird. Das umfasst zum Beispiel die wissenschaftliche Forschung, machine learning, Kryptographie und Analyse von großen Datenmengen. Greifbarer für uns ist es, Smartphones beim Ausführen von mehreren Tasks, einen Webserver in Peak-Zeiten zu unterstützen.

Als proof of concept arbeitet das Golem Team an einem weiteren Aufgabenfeld, für das auch heute schon Serverfarmen zur Verfügung stehen: CGI Rendering. Das 3D-Grafikprogramm Blender dürfte vielen ein Begriff sein – hierfür haben die Golem Entwickler bereits eine Implementierung in der Golem App geschaffen. Zum Vergleich einer regulären Renderfarm mit Golem kann ich euch diesen Blogeintrag ans Herz legen: https://blog.golemproject.net/why-should-render-farms-be-afraid-of-golem-3dd1b9e70f47

In der Kurzfassung: Golem ist nicht nur minimal schneller als eine durchschnittliche Renderfarm, sondern auch signifikant günstiger.

Golem App

Golem App

Quelle: https://blog.golemproject.net/golem-for-macos-now-live-b48d5d4c0d46

Für den Erfolg von Golem ist es aber essentiell, dass andere Softwareentwickler eigene Ideen umsetzen und Applikationen für die Golem App entwickeln. Sobald verfügbar, werden die Application Registry und das Transaction Framework flexible und effiziente Werkzeuge zur Verfügung stellen, um eigene auf Golem laufende Software zu entwickeln und vermarkten.

 

Golem Network Token

Der Golem Network Token (GNT) ist eine Kryptowährung und dient zur Zahlung der Requestors an die Provider im Golem Netzwerk. Die Technologie dahinter Basiert auf Ethereum, einer weiteren Kryptowährung (http://onlinemedien.blog/2017/07/ethereum-alternative-zu-bitcoin/). Wer das rasante Wachstum von Ethereum verfolgt hat, wird das Potenzial, aber auch das Risiko hinter Golem und GNT erkennen. GNT kann ebenfalls als eigenständige Kryptowährung erstanden werden und ist im Vergleich zu Ethereum noch sehr erschwinglich. Für jemanden der vom Konzept von Golem überzeugt ist und generell Interesse am Thema Kryptowährungen hat, kann der Kauf von GNT ein spannendes Investment sein. Ethereum oder Bitcoin kann auf verschiedenen Plattformen einfach in GNT umgewandelt werden. Ungeduldig sollte man bei dem Investment allerdings nicht sein, da die Technologie noch in den Kinderschuhen steckt und der Erfolg noch ungewiss ist.

 

Fazit

Die Idee hinter Golem ist meiner Meinung nach sehr interessant und praxisrelevant. Genauso wie ich glaube, dass Kryptowährungen die Zahlungsmittel der Zukunft sind, so glaube ich, dass Rechenintensive Anwendungen bald nicht mehr von einzelnen Computern im Wohnzimmer ausgeführt werden, sondern von einem Netzwerk wie Golem. Die Dezentralität und Anonymität sind dabei weitere Vorteile, die uns unabhängig machen von Monopolen und Lobbyismus. Das Thema  und die Technologie dahinter sind sehr komplex und ich hoffe, ich konnte euch eine kleine Übersicht bieten. Wer mehr erfahren will, startet am besten auf https://golem.network/.

Quellen:

https://blog.golemproject.net/why-ethereum-b398df34df9b
https://blog.golemproject.net/golem-building-the-worlds-most-powerful-supercomputer-on-blockchain-4ccb44c328a
https://golem.network/doc/Golemwhitepaper.pdf
https://github.com/golemfactory/golem/wiki/FAQ
Heute beginnt der Golem Crowdsale
https://golem.network/

Ethereum – Alternative zu Bitcoin?

am 19 Jul 2017 in Aktuelles, Tech von
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Bitcoin hat mittlerweile fast jeder schon einmal gehört, besonders jungen, technikinteressierten Menschen sollte der Begriff Kryptowährung bekannt sein. Doch welche Alternativen gibt es zu Bitcoin? Seit Anfang des Jahres ist der Marktanteil von Bitcoin, von im Januar 90%, auf rund 50% gefallen. Hauptsächlich dafür verantwortlich ist dafür der rasante Aufstieg von Ethereum. Ich möchte euch in diesem Blogeintrag die Grundlagen und ein paar Unterschiede von Ethereum zu Bitcoin vorstellen.

Ethereum Logo

Ethereum Logo

Quelle: https://www.ethereum.org/assets

 

Der Ether(ETH), die Währung der Ethereum-Blockchain, hat sich mittlerweile als die zweitbeliebteste und auch zweitwertvollste Kryptowährung etabliert. Der Erfolg lässt sich einerseits durch die zugrundeliegende Technologie und die wachsende Unterstützung durch große Konzerne erklären, andererseits ist gerade in jüngster Zeit ein großer Hype ausgebrochen und es wollen möglichst viele auf den fahrenden Zug aufspringen. Nachdem ich selbst vor einigen Jahren Bitcoin minen wollte, aber schließlich zu faul war mich in die grundlegende Technologie einzulesen (was man bei einem Preis von über 2000€ pro Bitcoin bereut), habe ich auch relativ spät von Ethereum erfahren. Das war im März 2017, als der Wert von 1ETH ca. 75€ betrug. Mittlerweile steht 1ETH bei guten 300€, nachdem es auch die 400€-Marke bereits einmal überschritten hatte.

 

Ethereum Wachstum

Wachstum von Ethereum

Quelle: https://www.coinbase.com/charts (Screenshot am 19.06.17)

 

Die Blockchain von Ethereum

Bei Ethereum handelt es sich nicht nur um eine digitale Währung, sondern auch um eine Plattform für verteilte Apps. Diese Apps werden Dapps (distributed Apps) genannt und setzen auf sogenannte Smart Contracts.

Smart Contracts sind Computerprotokolle, die Verträge abbilden, überprüfen, oder die Verhandlung oder Abwicklung eines Vertrags technisch unterstützen. Die Kryptowährung Ether gilt dabei als Zahlungsmittel für Rechenleistung. Ein Beispiel für eine dieser Dapps ist „Golem“ (http://onlinemedien.blog/2017/07/golem-network-globaler-supercomputer), ein Projekt, das einen weltweiten Supercomputer erschaffen will. Die Dapps sind dabei alle dezentral und Open Source. Die Blockchain von Ethereum unterscheidet sich in vielen weiteren Aspekten, z.B. der benötigten Zeit, um einen Block zu verarbeiten. Die durchschnittliche Blocktime beträgt bei Bitcoin ca. 10 Minuten, bei Ethereum rund 12 Sekunden. Ethereum bietet außerdem weit mehr Möglichkeiten, als Bitcoin, weshalb auch immer mehr Unternehmen an der Technologie interessiert sind.

 

Ethereum Enterprise Alliance

Die Ethereum Enterprise Alliance ist ein Zusammenschluss aus zahlreichen Unternehmen, die Interesse an der Technologie von Ethereum haben. Zu den Befürwortern und Unterstützern zählen unter anderen BP, ING, Intel, J.P. Morgan, Microsoft, Samsung SDS und das Toyota Research Institute.

Ethereum Allicance

Ethereum Allicance

Quelle: https://medium.com/@SingularDTV/the-possibilities-and-the-enterprise-ethereum-alliance-3a11693399d2

Dieser Zusammenschluss von Namenhaften Unternehmen weckt natürlich Aufmerksamkeit und zeigt das Potenzial der Idee hinter Ethereum und Dapps.

 

Fazit

Ethereum ist weniger eine Währung, als ein Treibstoff für Smart Contracts. Das Konzept hinter ETH und den Dapps ist sehr vielversprechend, ob sich die Technologie jemals etabliert – und ob das auf der Basis von ETH sein wird, steht auf einem anderen Blatt.  Durch den Hype wurde ein sehr unnatürliches Wachstum erzielt, das eine Spekulationsblase erzeugt hat, die möglicherweise bald platzt. Die Zukunft wird zeigen in welche Richtung sich Ethereum entwickelt, ist es die Technologie des Web 3.0, oder ein gehypter Rohrkrepierer? Jedenfalls ist es spannend daran beteiligt zu sein und die Entwicklung zu verfolgen. Wenn jemand ETH kaufen will, dann bitte nur mit Geld, das ihr bereit seid zu verlieren 😉

 

Quellen:

https://www.btc-echo.de/was-ist-ethereum-ether/

http://t3n.de/news/2400-prozent-plus-ethereum-bitcoin-invest-825537/

https://www.ethereum.org/

https://www.wallstreet-online.de/nachricht/9677477-kryptowaehrung-ethereum-echte-konkurrenz-bitcoin

re:publica 2017

am 17 Jun 2017 in Aktuelles von (Twitter)
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re:publica 2017

Die re:publica-Konferenz rund um Weblogs, soziale Medien und die digitale Gesellschaft fand dieses Jahr vom 08.05. bis 10.05.2017 in Berlin statt. Wir Onlinemedien-Studenten (Joscha Damson und ich) durften die re:publica besuchen.

Die diesjährige Veranstaltung hatte das Motto “Love out Loud!”. Damit möchte man den Fokus auf alle(s) richten, das sich gegen Hass, Gewalt und Ungerechtigkeit ausspricht und Licht in die dunklen Ecken der Gesellschaft tragen. Diesem Motto wurde durch Vorträge und Gestaltungselemente besonderer Ausdruck verliehen. Ein besonderes Gestaltungselement war ein sprechendes Donald-Trump-Kuscheltier, welches die Besucher mit netten, sowie feministischen Sprüchen versorgte – #hugsnothate. Christian Clawien von der Werbeagentur FischerAppelt, den Machern der Installation, äußerte sich zum Trump-Kuscheltier wie folgt: “Wenn man einen positiven Diskurs haben will, muss man auch mal einen Schritt auf Leute zugehen, die man nicht mag.”

Als Onlinemedien-Studenten interessierten wir uns auf der re:publica besonders für Themen wie Social Media und Big Data. Besonders spannend waren für uns aber auch die Innovationen aus dem Bereich Virtual Reality.

Social Media

Ein, meiner Meinung nach, sehr gelungenen Vortrag mit dem Titel “Mission possible: Authentische Kommunikation im Social Web” stellten Konrad Langer und Oliver Brügmann von visumate vor. Diese haben z.B. die Instagram-Kampagne für Samsung Mobile zur Darstellung der neuen Smartwatch unterstützt. Dabei setzten sie auf ein klares, wiedererkennbares Design und eine qualitative Arbeit von und mit passenden Influencern. Die daraus resultierenden Bilder kann man auf dem Instagram-Account “samsungmobile_de”, so wie dem Kanal von Konrad Langer namens “konaction”, verfolgen.

Big Data

Im Bereich Big Data erregte ein Experiment namens “Nackt im Netz” unsere Aufmerksamkeit, welches aufzeigt, mit welcher Leichtigkeit es möglich ist die Internet-Nutzung einzelner Personen auszuspähen. So konnten während des Experiments Daten von 3 Millionen Nutzern, von sogenannten Datenhändlern (über Umwege), verwendet werden. Diese Daten können unterschiedlich genutzt werden. Beispielsweise lassen sich so Matches finden und somit Personen identifizieren und deren Verhalten untersuchen. Leider lässt sich gegen solche Spionagen schwer etwas tun. Schutz bieten jedoch effiziente Blocker, wie uBlock, und/oder spezielle Proxydienste, die eine Zuordnung erschweren. Big Data bietet somit Chancen, aber auch Risiken, die nicht unterschätzt werden sollten. Weitere Informationen hierzu erhält man in folgendem Video.

Virtual Reality

Im Bereich Virtual Reality gibt es derzeit einen großen Aufschwung, im Zuge dessen  auch Hobbyprogrammierer nun ihre eigenen Spiele auf den Markt bringen. So konnten wir verschiedene Spiele, wie Dual VR, ausprobieren. Bei dem Multiplayer Western Game konnten Joscha und ich gegeneinander antreten und uns in Disziplinen wie Bogenschießen und Co beweisen. Auch Vacate the Room, ein einfaches Escaping Spiel, das nur von einer Person entwickelt wurde, hat bei uns Anklang gefunden.

Zusammenfassend war der Besuch der re:publica ein voller Erfolg für uns.

Wir konnten verschiedenen Vorträgen zu spannenden Online-Themen lauschen und uns an einigen innovativen Ständen inspirieren lassen.

Für alle Online-Begeisterten ist der Besuch der re:publica ein Muss.

Visumate Vortrag

#hugsnothate

MOSBACH – Places to be.

am 09 Jun 2017 in Aktuelles, ON-Guide, ON-Life von
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Die perfekte Studentenstadt mit Party everyday und all night long, überall wird mit Studentenangeboten gelockt und alles ist perfekt für Studenten ausgelegt. So mögen sich vielleicht einige Neuankömmlinge das Studieren vorstellen, doch spätestens nach ein paar Tagen auf Jodel wird klar, Mosbach ist anders. Mosbach ist familiärer, ruhiger und bietet zwar nicht so viele Angebote speziell für Studenten, dennoch lässt es sich dort gut aushalten. Vor allem bei schönem Wetter gibt es einige ruhige Plätzchen, an denen sich die Freizeit außerhalb der WG-Wände verbringen lässt.

Nachmittags

Elzpark

Das Gelände des Elzparks, durch den – wie der Name schon sagt – die Elz fließt, ist ehemaliges Landesgartenschaugelände. Noch heute sind dort viele bunte Blumen und Bäume zu sehen. Neben zahlreichen Wegen, die sich für einen Spaziergang oder als Joggingstrecke eignen, bietet der Park weitere Möglichkeiten: Für die sportlich Aktiven gibt es ein Beachvolleyballfeld und einen Fitness-Parcours. Auf dem Beachvolleyballfeld finden sich häufig Studentengruppen zusammen, die bei schönem Wetter dort spielen. Finden sich nicht genügend volleyballfreudige Personen, lohnt es sich dennoch dort vorbeizuschauen, denn eventuell kann bei anderen Gruppen mitgespielt werden. Des Weiteren stehen in der Nähe des Beachvolleyballfeldes einige Geräte für einen Kraftzirkel bereit. Zu den Geräten sind Tafeln vorhanden, auf denen die Übungen erklärt werden. Hierbei werden verschiedene Körperteile trainiert, z.B. Beine und Arme. Nach dem Krafttraining können die Muskeln in dem vorhandenen Kneipbecken entspannt werden.

Elzpark

Holzbank Alte Mälzerei

Wer nach der Uni noch ein paar Minuten die Sonne genießen möchte, kann sich auf der großen Holzbank vor der Alten Mälzerei, die wie eine Liege ist, entspannen. Geboten wird ein schöner Blick über Mosbach. Wenn sich nichts geändert hat, funktioniert hier sogar das WLAN der DHBW und so ist es möglich weiter an Aufgaben für die Uni zu arbeiten und dennoch an der frischen Luft zu sein.

Altstadt

Die Mosbacher Altstadt besteht aus zahlreichen historischen Fachwerkhäusern, die Teil der Deutschen Fachwerkstraße sind. Ob gerade ein Eis gegessen wird, oder nur die Architektur betrachtet wird – die verwinkelten Gassen sind für jedes Auge ein schöner Anblick.

Altstadt von Mosbach

Abends

DHBW

Die StuV organisiert immer wieder Abendveranstaltungen, wie Karaokeabende, Open-Air-Kino oder Partys, zum Beispiel die Ersti-Partys zur Begrüßung der neuen DHBW-Studenten.

Abgesehen von diesen Abendveranstaltungen wird jeden Dienstag und Donnerstag kostenloser Hochschulsport angeboten, zu dem unter anderem Volleyball, Badminton, Zumba oder Zirkeltraining gehören. Der Sport findet um 20 Uhr in der Sporthalle der Ludwig-Erhard-Schule statt, dabei ist keine Anmeldung notwendig.

Bar, Restaurants & Co.

Neu: Jessie’s

An der Bachmühle 4 hat letztes Jahr das Jessie’s eröffnet. Es bietet die Möglichkeit gemütlich zusammenzusitzen und in schöner Atmosphäre Cocktails zu schlürfen. Schon der ein oder andere Stammtisch hat hier stattgefunden und auch ein Gewinnspiel wurde von ON’lern gewonnen. Auf der Facebook-Seite wird über Cocktail-Happy-Hours und andere Veranstaltungen informiert.

Jessie’s von Innen

Brauhaus

Das Mosbacher Brauhaus bietet neben Bier auch weitere Getränke und Speisen an. Wichtige Fußballspiele werden hier auf Leinwand übertragen. Der Gastronomie- bereich erstreckt sich über zwei Stockwerke und einen Wintergarten. Auf diese Weise ist es gut möglich, dass eine große Gruppe einen Bereich für sich alleine hat.

Ludwig

Schon seit vielen Jahren gibt es das Restaurant Ludwig, welches am Beginn der Mosbacher Fußgängerzone gelegen ist.  Auch hier gibt es Cocktails und weitere Getränke- und Speisenangebote. Neben dem Innenbereich ist ein kleiner Biergarten hinter dem Haus vorhanden.

Heidelberg, Heilbronn, Sinsheim….

Wem das eher ruhigere Nachtleben in Mosbach zu wenig ist, kann in die nicht weit entfernten Städte ausweichen. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln lässt sich zum Beispiel Heidelberg schnell erreichen, wo ausreichend Möglichkeiten zum Feiern bestehen.

Auch wenn Mosbach vielleicht nicht die typische Studentenstadt ist, besteht eine gute Gemeinschaft zwischen den Studenten, die unvergessliche Erlebnisse entstehen lässt. Denn neben den Angeboten, die eine Stadt bietet, tragen die Leute, die sich zusammenfinden einen großen Teil dazu bei, was aus dem Vorhandenen gemacht wird.

Quellen:

Elzpark (17.04.17)

Bildercollage Elzpark: Eigene.

Deutsche Fachwerkstraße Mosbach (17.04.17)

Bild Altstadt: Eigene.

Hochschulsport (17.04.17)

Bild Jessie’s (17.04.17)

Onlinemedien studieren – Hier stehen alle Möglichkeiten offen

am 31 Jan 2017 in Aktuelles von
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In diesem Beitrag möchte ich, als Onlinemedien Studentin, nochmals die Rolle unseres Studiengangs erläutern. Dieser richtet sich vor allem an die derzeit studierenden Onliner, aber auch für Studieninteressierte kann dieser eine nützliche Information sein.

Der Studiengang Onlinemedien lehrt sehr viele, für den einen mehr, für den anderen weniger interessante Themengebiete. Weiß man zu Beginn noch nicht, wo seine Stärken und Schwächen liegen, weiß man dies spätestens nach dem Studium. Mittlerweile habe ich aber schon mehrmals gehört, dass manche Studenten bereits während des Studiums meinen, am Ende nichts wirklich zu beherrschen. Setzt man die vielen verschiedenen Kurse mit der zur Verfügung stehenden Zeit in den Theoriephasen gleich, ist dies auch kein Wunder. Hier möchte ich jedoch meine Kommilitonen bitten, einmal an den Tag zurückzudenken, als sie sich zum ersten Mal mit unserem Studiengang vertraut gemacht haben. Auf der Webseite der DHBW wird dieser nämlich folgendermaßen beschrieben:

„Es wird ein breiter interdisziplinärer Lehransatz verfolgt, d. h. alle wichtigen Disziplinen, die an der Konzeption und Produktion von Onlinemedien beteiligt sind (Informatik, Gestaltung, Ergonomie, Recht, Projektmanagement …), werden berücksichtigt. Im Zentrum stehen die Themen Informatik und Gestaltung mit dem Ziel, als Dolmetscher zwischen den Bereichen Technik und Marketing/Kommunikation arbeiten zu können. Abgerundet wird das Studium mit einigen ausgewählten Bereichen der Betriebswirtschaft und des Rechts sowie sozialen und methodischen Fertigkeiten.“ http://www.mosbach.dhbw.de/onlinemedien/konzept.html

Hier wird deutlich, dass es überhaupt nicht beabsichtigt ist, die Studierenden als Profis auf allen Gebieten aus dem Studium zu verabschieden. Es ist gewollt, dass man am Ende “nichts wirklich kann“. Was sich sehr negativ anhört, ist aber eigentlich eine gute Sache! Den Studenten soll in der wenigen Zeit so viel wie möglich mit auf den Weg gegeben werden. So hat man nach dem Studium ziemlich vieles aus dem Bereich Onlinemedien kennengelernt und kann so für sich entscheiden, was einem am meisten liegt und Spaß macht. Vor allem im Bereich Informatik ist es doch viel besser, mehrere Sprachen bereits gesehen zu haben. Dementsprechend bleibt es einem selbst überlassen, mit welcher Sprache man später arbeiten möchte, wodurch es einem erspart bleibt, sich mit der einen herumzuschlagen, welche der unterrichtende Dozent als besonders angenehm empfand. Betrachtet man zudem das im Konzept beschriebene Ziel des Dolmetschers, sollten die erlernten Grundkenntnisse völlig ausreichen.

Was außerdem anzumerken ist und vor allem diejenigen betrifft, die direkt nach dem Abitur zu studieren begonnen haben, ist, dass es sich bei der DHBW zwar um eine Art “Schule“ handelt, diese allerdings nicht mehr mit der vorher besuchten Einrichtung zu vergleichen ist. Es kann durchaus vorkommen, dass Lehrinhalte – egal welchen Umfangs – durch die Studenten selbst erarbeitet werden müssen. Dies ist vor allem darin begründet, dass nur wenig Zeit zur Verfügung steht und verfolgt das Ziel, die Studenten an das selbstständige Arbeiten und Organisieren heranzuführen.

Vielleicht konnte ich hiermit den verzweifelten Mitstudenten zeigen, dass es doch gar nicht schlimm ist, von allem ein Bisschen zu beherrschen. Zudem schlage ich vor, sich bereits während des Studiums darüber Gedanken zu machen, in welchen der beschnupperten Bereiche man später einsteigen möchte. So verfolgt man ein Ziel, in welches man sich auch neben dem Studium einlesen kann und hat am Ende nicht das Gefühl, “nicht wirklich was zu können“.