Bing Ads vs. Google AdWords

am 29 Sep 2017 in Aktuelles von
Bisher unkommentiert »

In der Vorlesung Web Science haben die Onlinemedien Studenten bereits die Google Werbeplattform AdWords kennengelernt. Was viele nicht wissen: Seit 2012 existiert das Pendant Bing Ads aus dem Hause Microsoft, welches die Online-Werbung im Yahoo! Bing Suchnetzwerk ermöglicht.

Funktionen

Bing Ads gleicht Google AdWords nicht nur in der Möglichkeit Online-Werbung zu schalten, sondern auch in den dafür entwickelten Funktionen und dem Aufbau. So kann man in seinem Bing-Account ebenso mehrere Konten verwalten, die jeweils verschiedene Kampagnen beinhalten. Eine Kampagne teilt sich dann in Anzeigengruppen auf, welche passende Anzeigentexte und Keywords enthalten. In Abhängigkeit der Qualität dieser Texte und Keywords, sowie auch des Wettbewerbs, ergeben sich Position und Preis einer Werbeanzeige bzw. eines Keywords, wobei der Werbetreibende – genau wie bei AdWords – nur für den Klick auf eine Anzeige zahlt. Dieses Preismodell nennt sich „Cost per Click“, kurz: CPC-Modell. Ähnlich dem AdWords Editor bietet Microsoft seinen Nutzern außerdem den Bing Ads Editor zur Offline-Bearbeitung an. Damit nicht alle Kampagneninhalte erneut händisch in das Bing Ads System eingepflegt werden müssen, stellt das Tool eine Importmöglichkeit der AdWords Daten zur Verfügung.

Zielgruppe von Big Network

Zielgruppe von Bing Network

Wer nutzt Bing überhaupt?

 Mit einem Marktanteil von ca. 10 % stellt Bing für Google keine ernsthafte Gefahr dar. Trotzdessen hat sich Bings Marktanteil seit 2009 vervierfacht. Woran liegt das? Dieser Anstieg ist auf die Einführung von Windows 10 und dem damit verbundenen Sprachassistenten Cortana zurückzuführen. Während Siri (Apple) und Now (Google) standardmäßig Googles Suchmaschine verwenden, arbeitet Cortana mit Bing. Allein Windows 10 konnte für 30 % mehr Suchanfragen sorgen. Doch Bing ist auch weitere Kooperationen z. B. mit Amazon Kindle und Facebook eingegangen, was sicherlich auch seinen Beitrag zum Anstieg geleistet hat.

Bing Ads vs. Google AdWords

 Neben dem günstigere CPC spricht vor Allem die Erschließung neuer Zielgruppen für Bing. Man erreicht zusätzliche Nutzer und das – bei vorhandenem AdWords-Konto – mit relativ geringem Aufwand. Wie sich die letzten Jahre gezeigt hat, gewinnt Bing zudem an Potenzial. In der Handhabung und auch bei den optischen Aspekten ist Bing AdWords sehr ähnlich, weshalb einige Neuerungen seitens Google auch wenig später für die Bing Ads verfügbar sind.

Allerdings hinkt Bing technisch dem großen Konkurrenten weit hinterher. Auch Optionen, die mit AdWords nicht kompatibel sind, machen das Handling komplizierter. Steht seit 2016 nun auch Bing Shopping zur Verfügung, muss hier noch an vorhandenen Einschränkung gefeilt werden. Zu den Stolpersteinen können auch die zu breit gefassten Keyword-Optionen gezählt werden, weshalb die Entwicklung der Kampagnen immer im Auge behalten werden sollte. Leider existieren derzeit wenige deutsche Blogs die das Thema Bing behandeln, da die Bing Hilfe oftmals nur in Englisch verfasst ist.

Fazit: Lohnt es sich mit Bing zu werben?

Auch, wenn die Reichweite im Vergleich zu AdWords viel geringer ist, sollten alle, die bereits ein AdWords Konto besitzen, die Online-Werbung mit Bing Ads zumindest einmal testen. Es werden trotzdem durch ein zusätzliches Tool mehr Menschen erreicht und gleichzeitig erhöht sich so auch die Chance auf Conversions. Durch das CPC-Modell zahlt man nur für den tatsächlichen Klick auf eine Anzeige und kann den Preis für diesen selbst wählen. Durch das im Voraus bestimmte Tagesbudget, gibt man nie mehr aus, als es einem lieb ist. Hinzu kommt, dass durch den geringeren Wettbewerb günstigere Klickpreise als bei AdWords zu ergattern sind. Die Ähnlichkeit zum Konkurrenten AdWords ermöglicht einen schnellen Einstieg und durch die Importfunktion auch eine schnelle Einrichtung des Kontos.

 

Quellen:

https://de.onpage.org/wiki/Bing_Ads

http://www.projecter.de/blog/sem/bing-ads-vs-google-adwords.html

Webinar von Bloofusion „Bing Ads lohnt sich die Alternative zu Google AdWords?“

Onlinemedien studieren – Hier stehen alle Möglichkeiten offen

am 31 Jan 2017 in Aktuelles von
Bisher unkommentiert »

In diesem Beitrag möchte ich, als Onlinemedien Studentin, nochmals die Rolle unseres Studiengangs erläutern. Dieser richtet sich vor allem an die derzeit studierenden Onliner, aber auch für Studieninteressierte kann dieser eine nützliche Information sein.

Der Studiengang Onlinemedien lehrt sehr viele, für den einen mehr, für den anderen weniger interessante Themengebiete. Weiß man zu Beginn noch nicht, wo seine Stärken und Schwächen liegen, weiß man dies spätestens nach dem Studium. Mittlerweile habe ich aber schon mehrmals gehört, dass manche Studenten bereits während des Studiums meinen, am Ende nichts wirklich zu beherrschen. Setzt man die vielen verschiedenen Kurse mit der zur Verfügung stehenden Zeit in den Theoriephasen gleich, ist dies auch kein Wunder. Hier möchte ich jedoch meine Kommilitonen bitten, einmal an den Tag zurückzudenken, als sie sich zum ersten Mal mit unserem Studiengang vertraut gemacht haben. Auf der Webseite der DHBW wird dieser nämlich folgendermaßen beschrieben:

„Es wird ein breiter interdisziplinärer Lehransatz verfolgt, d. h. alle wichtigen Disziplinen, die an der Konzeption und Produktion von Onlinemedien beteiligt sind (Informatik, Gestaltung, Ergonomie, Recht, Projektmanagement …), werden berücksichtigt. Im Zentrum stehen die Themen Informatik und Gestaltung mit dem Ziel, als Dolmetscher zwischen den Bereichen Technik und Marketing/Kommunikation arbeiten zu können. Abgerundet wird das Studium mit einigen ausgewählten Bereichen der Betriebswirtschaft und des Rechts sowie sozialen und methodischen Fertigkeiten.“ http://www.mosbach.dhbw.de/onlinemedien/konzept.html

Hier wird deutlich, dass es überhaupt nicht beabsichtigt ist, die Studierenden als Profis auf allen Gebieten aus dem Studium zu verabschieden. Es ist gewollt, dass man am Ende “nichts wirklich kann“. Was sich sehr negativ anhört, ist aber eigentlich eine gute Sache! Den Studenten soll in der wenigen Zeit so viel wie möglich mit auf den Weg gegeben werden. So hat man nach dem Studium ziemlich vieles aus dem Bereich Onlinemedien kennengelernt und kann so für sich entscheiden, was einem am meisten liegt und Spaß macht. Vor allem im Bereich Informatik ist es doch viel besser, mehrere Sprachen bereits gesehen zu haben. Dementsprechend bleibt es einem selbst überlassen, mit welcher Sprache man später arbeiten möchte, wodurch es einem erspart bleibt, sich mit der einen herumzuschlagen, welche der unterrichtende Dozent als besonders angenehm empfand. Betrachtet man zudem das im Konzept beschriebene Ziel des Dolmetschers, sollten die erlernten Grundkenntnisse völlig ausreichen.

Was außerdem anzumerken ist und vor allem diejenigen betrifft, die direkt nach dem Abitur zu studieren begonnen haben, ist, dass es sich bei der DHBW zwar um eine Art “Schule“ handelt, diese allerdings nicht mehr mit der vorher besuchten Einrichtung zu vergleichen ist. Es kann durchaus vorkommen, dass Lehrinhalte – egal welchen Umfangs – durch die Studenten selbst erarbeitet werden müssen. Dies ist vor allem darin begründet, dass nur wenig Zeit zur Verfügung steht und verfolgt das Ziel, die Studenten an das selbstständige Arbeiten und Organisieren heranzuführen.

Vielleicht konnte ich hiermit den verzweifelten Mitstudenten zeigen, dass es doch gar nicht schlimm ist, von allem ein Bisschen zu beherrschen. Zudem schlage ich vor, sich bereits während des Studiums darüber Gedanken zu machen, in welchen der beschnupperten Bereiche man später einsteigen möchte. So verfolgt man ein Ziel, in welches man sich auch neben dem Studium einlesen kann und hat am Ende nicht das Gefühl, “nicht wirklich was zu können“.