Golem Network – globaler Supercomputer

am 24 Jul 2017 in Aktuelles, Tech von
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Mit dem “golem project” wollen die Entwickler des Golem Networks einen dezentralen, globalen, 100% Open Source und für jeden nutzbaren Supercomputer zur Verfügung stellen. Die Teilnehmer des Projekts können ihre Rechenleistung Peer-to-Peer vermieten, bezahlt wird dabei über Ethereum Smart Contracts, direkt, anonym und frei von Mittelmännern. Die Idee hinter Golem ist so alt wie das Internet selbst. Alle schließen ihre Computer zusammen und bilden so einen Supercomputer, für alle verfügbar, ohne Zwang und Grenzen. Dabei wird Rechenkapazität von sämtlichen Usern kombiniert, von normalen Laptops bis zum großen Rechenzentrum. Ist Golem die Chance Teil von etwas Großem zu werden, oder nur ein weiterer Pipedream, der niemals Realität wird?

Golem Logo

Golem Logo

Quelle: https://bitcoinblog.de/2016/11/11/heute-beginnt-der-golem-crowdsale/

 

Wie funktioniert Golem?

Golem ist ein p2p Netzwerk, es gibt also keinen zentralen Server und jeder User genießt die gleichen Rechte. Will man nun die Kapazität des Netzwerks nutzen, oder eigene Rechenpower bereitstellen, veröffentlicht man das im Netzwerk. Das Golem Transaktionssystem verbindet dann die Anbieter (Provider) und Abnehmer (Requestor), vergleicht dabei Preise, Reputationen und die Rechenleistung der Computer. Die zu berechnenden Dateien werden dann vom Requestor zum Provider gesendet. Nach der Berechnung sendet dann der Provider per App die Daten an den Requestor. Wenn das Ergebnis einen Verifikationsprozess besteht, wird der Provider entsprechend bezahlt. Sollte ein Teilnehmer versuchen zu betrügen, z.B. indem er defekte Dateien zurückschickt, oder nicht zahlt, verliert er Reputation und wird von Golem nicht mehr zur Berechnung ausgewählt.

Golem Funktionsweise

Funktionsweise von Golem

Quelle: https://blog.golemproject.net/why-ethereum-b398df34df9b

Warum dezentral?

Die Dezentralisierung erlaubt eine vollständige Skalierbarkeit ohne ein eigenes Netzwerk und eigene Server zu betreiben. Dadurch entfallen Wartungskosten und das Netzwerk wächst von selbst mit seinen Aufgaben. Außerdem werden Fehlerquellen eliminiert und das System ist resistent gegenüber Angriffen und Zensur.

 

Mögliche Geschäftsmodelle

Weltweit wird nur ein Bruchteil der verfügbaren Rechenleistung genutzt. Könnte jeder die Rechenzyklen seines Computers frei vermieten, würde die Rechenkapazität massiv ansteigen und jeder Computer würde für seinen Besitzer kleine Geldbeträge erwirtschaften.

Golem kann überall eingesetzt werden, wo viel Rechenkapazität benötigt wird. Das umfasst zum Beispiel die wissenschaftliche Forschung, machine learning, Kryptographie und Analyse von großen Datenmengen. Greifbarer für uns ist es, Smartphones beim Ausführen von mehreren Tasks, einen Webserver in Peak-Zeiten zu unterstützen.

Als proof of concept arbeitet das Golem Team an einem weiteren Aufgabenfeld, für das auch heute schon Serverfarmen zur Verfügung stehen: CGI Rendering. Das 3D-Grafikprogramm Blender dürfte vielen ein Begriff sein – hierfür haben die Golem Entwickler bereits eine Implementierung in der Golem App geschaffen. Zum Vergleich einer regulären Renderfarm mit Golem kann ich euch diesen Blogeintrag ans Herz legen: https://blog.golemproject.net/why-should-render-farms-be-afraid-of-golem-3dd1b9e70f47

In der Kurzfassung: Golem ist nicht nur minimal schneller als eine durchschnittliche Renderfarm, sondern auch signifikant günstiger.

Golem App

Golem App

Quelle: https://blog.golemproject.net/golem-for-macos-now-live-b48d5d4c0d46

Für den Erfolg von Golem ist es aber essentiell, dass andere Softwareentwickler eigene Ideen umsetzen und Applikationen für die Golem App entwickeln. Sobald verfügbar, werden die Application Registry und das Transaction Framework flexible und effiziente Werkzeuge zur Verfügung stellen, um eigene auf Golem laufende Software zu entwickeln und vermarkten.

 

Golem Network Token

Der Golem Network Token (GNT) ist eine Kryptowährung und dient zur Zahlung der Requestors an die Provider im Golem Netzwerk. Die Technologie dahinter Basiert auf Ethereum, einer weiteren Kryptowährung (http://onlinemedien.blog/2017/07/ethereum-alternative-zu-bitcoin/). Wer das rasante Wachstum von Ethereum verfolgt hat, wird das Potenzial, aber auch das Risiko hinter Golem und GNT erkennen. GNT kann ebenfalls als eigenständige Kryptowährung erstanden werden und ist im Vergleich zu Ethereum noch sehr erschwinglich. Für jemanden der vom Konzept von Golem überzeugt ist und generell Interesse am Thema Kryptowährungen hat, kann der Kauf von GNT ein spannendes Investment sein. Ethereum oder Bitcoin kann auf verschiedenen Plattformen einfach in GNT umgewandelt werden. Ungeduldig sollte man bei dem Investment allerdings nicht sein, da die Technologie noch in den Kinderschuhen steckt und der Erfolg noch ungewiss ist.

 

Fazit

Die Idee hinter Golem ist meiner Meinung nach sehr interessant und praxisrelevant. Genauso wie ich glaube, dass Kryptowährungen die Zahlungsmittel der Zukunft sind, so glaube ich, dass Rechenintensive Anwendungen bald nicht mehr von einzelnen Computern im Wohnzimmer ausgeführt werden, sondern von einem Netzwerk wie Golem. Die Dezentralität und Anonymität sind dabei weitere Vorteile, die uns unabhängig machen von Monopolen und Lobbyismus. Das Thema  und die Technologie dahinter sind sehr komplex und ich hoffe, ich konnte euch eine kleine Übersicht bieten. Wer mehr erfahren will, startet am besten auf https://golem.network/.

Quellen:

https://blog.golemproject.net/why-ethereum-b398df34df9b
https://blog.golemproject.net/golem-building-the-worlds-most-powerful-supercomputer-on-blockchain-4ccb44c328a
https://golem.network/doc/Golemwhitepaper.pdf
https://github.com/golemfactory/golem/wiki/FAQ
Heute beginnt der Golem Crowdsale
https://golem.network/

Ethereum – Alternative zu Bitcoin?

am 19 Jul 2017 in Aktuelles, Tech von
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Bitcoin hat mittlerweile fast jeder schon einmal gehört, besonders jungen, technikinteressierten Menschen sollte der Begriff Kryptowährung bekannt sein. Doch welche Alternativen gibt es zu Bitcoin? Seit Anfang des Jahres ist der Marktanteil von Bitcoin, von im Januar 90%, auf rund 50% gefallen. Hauptsächlich dafür verantwortlich ist dafür der rasante Aufstieg von Ethereum. Ich möchte euch in diesem Blogeintrag die Grundlagen und ein paar Unterschiede von Ethereum zu Bitcoin vorstellen.

Ethereum Logo

Ethereum Logo

Quelle: https://www.ethereum.org/assets

 

Der Ether(ETH), die Währung der Ethereum-Blockchain, hat sich mittlerweile als die zweitbeliebteste und auch zweitwertvollste Kryptowährung etabliert. Der Erfolg lässt sich einerseits durch die zugrundeliegende Technologie und die wachsende Unterstützung durch große Konzerne erklären, andererseits ist gerade in jüngster Zeit ein großer Hype ausgebrochen und es wollen möglichst viele auf den fahrenden Zug aufspringen. Nachdem ich selbst vor einigen Jahren Bitcoin minen wollte, aber schließlich zu faul war mich in die grundlegende Technologie einzulesen (was man bei einem Preis von über 2000€ pro Bitcoin bereut), habe ich auch relativ spät von Ethereum erfahren. Das war im März 2017, als der Wert von 1ETH ca. 75€ betrug. Mittlerweile steht 1ETH bei guten 300€, nachdem es auch die 400€-Marke bereits einmal überschritten hatte.

 

Ethereum Wachstum

Wachstum von Ethereum

Quelle: https://www.coinbase.com/charts (Screenshot am 19.06.17)

 

Die Blockchain von Ethereum

Bei Ethereum handelt es sich nicht nur um eine digitale Währung, sondern auch um eine Plattform für verteilte Apps. Diese Apps werden Dapps (distributed Apps) genannt und setzen auf sogenannte Smart Contracts.

Smart Contracts sind Computerprotokolle, die Verträge abbilden, überprüfen, oder die Verhandlung oder Abwicklung eines Vertrags technisch unterstützen. Die Kryptowährung Ether gilt dabei als Zahlungsmittel für Rechenleistung. Ein Beispiel für eine dieser Dapps ist „Golem“ (http://onlinemedien.blog/2017/07/golem-network-globaler-supercomputer), ein Projekt, das einen weltweiten Supercomputer erschaffen will. Die Dapps sind dabei alle dezentral und Open Source. Die Blockchain von Ethereum unterscheidet sich in vielen weiteren Aspekten, z.B. der benötigten Zeit, um einen Block zu verarbeiten. Die durchschnittliche Blocktime beträgt bei Bitcoin ca. 10 Minuten, bei Ethereum rund 12 Sekunden. Ethereum bietet außerdem weit mehr Möglichkeiten, als Bitcoin, weshalb auch immer mehr Unternehmen an der Technologie interessiert sind.

 

Ethereum Enterprise Alliance

Die Ethereum Enterprise Alliance ist ein Zusammenschluss aus zahlreichen Unternehmen, die Interesse an der Technologie von Ethereum haben. Zu den Befürwortern und Unterstützern zählen unter anderen BP, ING, Intel, J.P. Morgan, Microsoft, Samsung SDS und das Toyota Research Institute.

Ethereum Allicance

Ethereum Allicance

Quelle: https://medium.com/@SingularDTV/the-possibilities-and-the-enterprise-ethereum-alliance-3a11693399d2

Dieser Zusammenschluss von Namenhaften Unternehmen weckt natürlich Aufmerksamkeit und zeigt das Potenzial der Idee hinter Ethereum und Dapps.

 

Fazit

Ethereum ist weniger eine Währung, als ein Treibstoff für Smart Contracts. Das Konzept hinter ETH und den Dapps ist sehr vielversprechend, ob sich die Technologie jemals etabliert – und ob das auf der Basis von ETH sein wird, steht auf einem anderen Blatt.  Durch den Hype wurde ein sehr unnatürliches Wachstum erzielt, das eine Spekulationsblase erzeugt hat, die möglicherweise bald platzt. Die Zukunft wird zeigen in welche Richtung sich Ethereum entwickelt, ist es die Technologie des Web 3.0, oder ein gehypter Rohrkrepierer? Jedenfalls ist es spannend daran beteiligt zu sein und die Entwicklung zu verfolgen. Wenn jemand ETH kaufen will, dann bitte nur mit Geld, das ihr bereit seid zu verlieren 😉

 

Quellen:

https://www.btc-echo.de/was-ist-ethereum-ether/

http://t3n.de/news/2400-prozent-plus-ethereum-bitcoin-invest-825537/

https://www.ethereum.org/

https://www.wallstreet-online.de/nachricht/9677477-kryptowaehrung-ethereum-echte-konkurrenz-bitcoin

Net Promoter Score (NPS)

am 05 Apr 2017 in Tech von
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Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie unser Unternehmen einem Freund oder Kollegen weiterempfehlen?

Haben Sie diese Frage schon einmal in einer Umfrage gelesen? Dann wurde Ihre Antwort in den Net Promoter Score einberechnet. Denn um genau diese Frage dreht es sich alles beim Net Promoter Score (NPS).

Was ist der Net Promoter Score?

Der NPS gibt an, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Kunde das Unternehmen weiterempfiehlt. Für Unternehmen ist der Net Promoter Score besonders interessant, da die Wahrscheinlichkeit der Weiterempfehlung zusammenhängt mit der Zufriedenheit, Loyalität und der Wiederkaufsabsicht ihrer Kunden. Darum wird der NPS bereits von vielen Unternehmen eingesetzt.

Wie wird der Net Promoter Score erfasst?

Die Frage, zum Ermitteln des NPS, kann als einzelne Frage, zum Beispiel als Pop-up auf der Website, aber auch in Fragebögen verwendet werden.

Beim Net Promoter Score folgt auf die Frage eine Skala zur Bewertung. Auf dieser Skala wählt der Befragte nun den Grad der Wahrscheinlichkeit aus. Die Werte reichen hierbei von 0, für sehr unwahrscheinlich, bis 10, für sehr wahrscheinlich. Wichtig ist es dabei, wie bei anderen Umfragen auch, darauf zu achten, dass die Gruppe an Befragten repräsentativ ist. Zudem sollte die Befragung der Kunden kontinuierlich erfolgen. Denn, wenn der NPS über einen längeren Zeitraum regelmäßig ermittelt wird liegen vergleichbare Messergebnisse vor. Dadurch lassen sich Veränderungen der Kundenzufriedenheit besser erkennen.

Einige Anbieter, wie SurveyMonkey oder Rogator, haben die NPS-Frage bereits integriert. Dabei wird der NPS automatisch berechnet und kann in der Auswertung eingesehen werden. Da die Berechnung des NPS nicht sonderlich komplex ist kann die Auswertung auch selbst erfolgen.

Besonders hilfreich kann es sein die Frage nach dem NPS mit weiterführenden Fragen zu ergänzen. Zum Beispiel kann zusätzlich gefragt werden weshalb ein Kunde das Unternehmen weiterempfiehlt oder nicht weiterempfiehlt Dadurch lassen sich die Wünsche und Erwartungen des Kunden an das Unternehmen besser erkennen und Handlungsempfehlungen ableiten.

Wie wird der Net Promoter Score berechnet?

Die Berechnung des NPS erfolgt anhand der Antworten der Befragten. Zunächst wird in drei Untergruppen aufgeteilt:

0 bis 6: Kritiker

Die Kritiker haben eine negative Einstellung zum Unternehmen und teilen womöglich ihre negative Einstellung mit potenziellen Kunden.

7 bis 8: Passive

Die Gruppe der Passiven ist zufrieden aber nicht ausreichend, um das Unternehmen aktiv weiterzuempfehlen. Sie wird in der Berechnung des NPS nicht einbezogen.


9 bis 10: Promotoren

Netpromoterscore-Einstufung

Die Promotoren sind für das Unternehmen besonders interessant, da sie vom Unternehmen und seinen Produkten überzeugt sind. Bei ihnen ist es besonders wahrscheinlich, dass sie Freunden und Bekannten positiv vom Unternehmen berichten.

Die Berechnung erfolgt nach der Einteilung in Untergruppen durch die folgende Formel:

Element 4

Je höher der Wert ist desto besser. Theoretisch kann der NPS bei -100 bis 100 liegen. Der NPS befindet sich im KPI-Set verschiedenster Unternehmen. Zum Vergleich: Bei Audi lag der NPS im Jahr 2013 bei 40, bei Milka lag er bei 11 und bei der Commerzbank bei -22.

Vorteile

  • Leicht verständlich und gut zu beantworten für die Befragten
  • Kontinuierliches Erfassen mit geringem Aufwand
  • Einfaches und eindeutiges Ergebnis in Form einer Kennzahl für den NPS

Nachteile

  • Konkrete Handlungsempfehlungen sind ausschließlich durch den Net Promoter Score nicht möglich, weitere Fragen sind notwendig
  • Bereits kleine Änderungen in der Erhebungsmethode machen die Ergebnisse im zeitlichen Verlauf nicht vergleichbar

 

Quellen:

http://www.net-promoter.de/methode-des-nps.html (08.02.2017)

https://www.hs-heilbronn.de/4990815/nps_bvm_regionalabend_duesseldorf_2013.pdf (08.02.2017)

Gemeinschaftsstudie „Net Promoter Score Ranking“©defacto research & consulting GmbH und Universität Bamberg, 2013 Im Internet: https://www.uni-bamberg.de/fileadmin/uni/fakultaeten/sowi_lehrstuehle/absatzwirtschaft/Download/
20130418_Eigenstudie_Net_Promoter_Score_2013.pdf (08.02.2017)
Bilder:

Eigene Darstellungen

User-Centered Design (UCD)

am 01 Aug 2016 in Tech, Tools & Bücher von
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Produkte, Onlineshops und Webseiten etc. sind eben nur dann erfolgreich, wenn sie auf die Bedürfnisse, Erwartungen und Ziele der zukünftigen Nutzer zugeschnitten sind.
Was könnte daher noch hilfreicher sein als ein benutzerorientierter Prozess um ein jeweiliges Produkt zu generieren? Richtig, nichts!

Also was ist dieses „User-Centered Design“ überhaupt und wie wendet man es an?

Unter dem Begriff „User-Centered Design“ versteht man einen benutzerorientierten Prozess, der das Ziel hat, ein für den Nutzer gebrauchstaugliches (Usability) Produkt zu schaffen, welches ihm ein positives Nutzererlebnis (UX) bietet.
Der „UCD“- Prozess ist zudem ein iteratives Vorgehen, in welcher der User von Anfang an bis zur Fertigstellung des Produkts die Schlüsselfigur darstellt.
Dieses Vorgehen lässt sich in 4 Phasen gliedern:

 1. Analyse des Nutzungskontextes

a) Die Gestaltung basiert auf einem umfassenden und genauen Verständnis des Benutzers (Kenntnisse + Fertigkeiten + Erfahrungen) und seiner Aufgaben (zur Zielerreichung erforderlichen Aktivitäten), sowie dessen Arbeitsmittel und Organisation (Firmenkultur => technisch-soziales Umfeld)

 2. Entwicklung und Definition von Nutzungsanforderungen

a) Aus der Kontextanalyse werden Nutzungsanforderungen abgeleitet, die während des Entwurfsprozesses umgesetzt werden sollen.

Eigenschaften von Anforderungen

Abbildung 1: Eigenschaften von Anforderungen

3. Konzeption und Entwurf

a) Man macht die Gestaltungsidee für den Benutzer erlebbar, indem man den zuvor definierten Nutzungsanforderungen nach und nach Gestalt gibt. Dabei folgt man der „Kultur des Ausprobierens“ (=>Wegwerfen tut nicht weh) und geht von der zunächst „groben“ Gestaltung über zur „Feinen“.
b) Zu Unterscheiden gilt zwischen folgenden Prototyping-Stufen

  • Konzeptioneller Prototyp (Verbale Beschreibung)
  • Papierprototyp (Handskizze)
  • Statische Bildschirmdarstellung
  • Dynamische Simulation (Simul¬ation einfacher Abläufe)

4. Evaluation
a) Die Gestaltungslösungen/Prototypen werden nun aus der Benutzerperspektive evaluiert und je nach Anwendungsfall und Feedback weiter optimiert. Zuletzt erfolgt noch die Prüfung, ob diese auch wirklich die Nutzungsanforderungen erfüllen.

Das zentrale Merkmal des UCD-Prozesses ist ein zielorientiertes, iteratives Wechseln zwischen Analyse-, Design- und Evaluationsprozessen, sowie die Fortentwicklung ihrer jeweiligen Resultate.

Nach korrekter Anwendung dieser Methode steht eurem Unternehmenserfolg kaum noch etwas im Wege!

Zum Schluss das Ganze noch als übersichtliche Grafik zusammengefasst:

Wechselseitige Abhängigkeit menschenzentrierter Gestaltungsaktivitäten

Abbildung 2: Wechselseitige Abhängigkeit menschenzentrierter Gestaltungsaktivitäten


Quellen:

Usability Toolkit

Ergo Online

Usability in Germany

Frauenhofer FIT – Zertifizierter Usability Engineer (Ausbildung zum zertifizierten Usability Engineer Ordner 23. – 27.02.2015)

Procontext

Thinkneuro

Mannsmedia

Abbildung 1: Procontext

Abbildung 2: Ergo Online

Augmented Reality

am 24 Jan 2016 in Aktuelles, Tech von
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IKEA, Audi, Opel, Mercedes, Airbus und McDonalds – so unterschiedlich diese Unternehmen in ihren Tätigkeitsfeldern sein mögen, eines verbindet sie: Die Nutzung der neuartigen Technologie „Augmented Reality“.
Aber was bedeutet eigentlich “Augmented Realtiy” (kurz: AR)?
Handelt es sich hierbei bloß um einen Trend oder wird man in Zukunft diesen Begriff des Öfteren hören?
Im Folgenden soll der Begriff und dessen Möglichkeiten geklärt werden.

Stellen Sie sich vor, Sie machen eine Sightseeingtour durch eine fremde Stadt. Auf eigene Faust versteht sich. Sie laufen an einer alten Kirche vorbei und finden zu diesem Gebäude keine Informationen, weder in Ihrem Reiseführer noch an einer Infotafel. Sie nehmen Ihr Smartphone zur Hand, das Gebäude ins Visier der Kamera und bekommen plötzlich alle nützlichen Informationen wie Historie, Öffnungszeiten etc. angezeigt.

Schwer zu glauben? Doch genau das bietet uns AR. Übersetzt man den Begriff wörtlich, bedeutet er “erweiterte Realität”. Das beschreibt schon ziemlich gut, was unter dieser Funktion zu verstehen ist.
Bei AR handelt sich quasi um eine computerunterstütze Ergänzung der Realität. Die eigene Wahrnehmung wird in Echtzeit durch zusätzliche Informationen oder auch virtuelle Objekte erweitert. Sobald man die Kamera auf ein Objekt hält, werden die Informationen eingeblendet.

Der Begriff „Augmented Reality“ ist nicht zu verwechseln mit „Virtual Reality“.
Zwar beschreiben beide eine sehr ähnliche Funktion und AR entstand genau genommen aus „Virtual Reality“. Trotzdem sind sie zu unterscheiden, denn bei Virtual Reality nimmt der Nutzer seine reale Umgebung nicht mehr wahr und taucht vollkommen in die virtuelle Welt ein. Bei AR dagegen wird die betrachtete Realität lediglich durch virtuelle Dinge ergänzt.

Heutzutage findet man diese Anwendung auf einfache Art und Weise schon in vielen Bereichen umgesetzt, beispielsweise bei Spiegelreflexkameras. Bevor ein Bild aufgenommen wird, werden zusätzliche Informationen wie Lichtverhältnisse angezeigt.
Aber auch im Fernsehen kommt diese Anwendung des Öfteren zum Einsatz. Bei Fußballspielen werden zusätzliche Informationen in Echtzeit bspw. Abseitspositionen durch visuelle Erweiterungen verdeutlicht.

Es gibt verschiedene technische Umsetzungsmöglichkeiten von AR: 

1) Markerbasierte Augmented Reality

Wie bereits erwähnt, benutzt Ikea sowie auch Obi die AR- Funktion. Sie wird mithilfe von Markern umgesetzt. In verschiedenen Katalogbildern sind diese mit Hilfe einer Smartphone-Kamera zu finden. Hierbei wird das abgescannte Objekt in 3D auf der Kamera erzeugt, und der Nutzer kann es im realen Raum platzieren.
Es gibt aber auch die Möglichkeit, mit den Markern einen eindeutigen Bezugspunkt zu definieren. Eine französische Edel-Boutique “Boucheron” hat diese Funktion im Onlineshop integriert. Der Nutzer kann hier sich seinen Marker ausdrucken und zuschneiden. Platziert er diesen dann beispielsweise am Ringfinger und hält ihn in die Webcam, erscheint an dieser Stelle der gewünschte Ring in perfekter 3D Darstellung auf dem Bildschirm. Die erklärte Funktionsweise ist folgendem Video zu sehen:

2) Ortsgebundene Augmented Reality

Die Funktionsweise unterscheidet sich nicht groß von der Funktionsweise der Markerbasierten AR. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass der Marker durch Geo-Daten ersetzt wird. Das bedeutet, dass für diese Funktion das GPS aktiviert sein muss.
Es gibt bereits Tests mit einzelnen Navigationssystemen, die eine AR-Funktion beinhalten.
Ein interessantes Video ist unter folgendem Link zu finden:

Folgende Grafik soll verdeutlichen, wie die AR-Funktion in einem Navigationsystem funktionieren kann.

3) Bilderkennende Augmented Reality

Bereits im Jahr 2008 experimentierte Lego mit AR. 2010 wurde es dann in allen Lego-Stores umgesetzt.
Anfangs wurde noch das Markerbasierte AR für Produktpräsentationen benutzt.
Inzwischen können reale Dinge in Spiel-Applikationen von Lego integriert werden. Man baut mit seinem Lego- Bausatz etwas zusammen, beispielsweise ein Gebäude, fotografiert es ab und kann so selbsterstelle Dinge aus Lego in sein App-Game integrieren. Folgendes Video beschreibt diese Funktion sehr anschaulich:

Wo könnte Augmented Reality zukünftig noch eingesetzt werden?

AR kann in sehr vielen verschiedenen Branchen Einsatz finden. Bei den hier genannten Beispielen handelt es sich um einen kleinen Ausschnitt von Möglichkeiten, die teilweise bereits umgesetzt wurden oder sich aktuell noch in der Entwicklung befinden. Diese sollen die Einsatzmöglichkeiten und auch die Funktionen von AR nochmals unterstreichen
2003 hat Sony “Eye Toy” auf den Markt gebracht und somit die AR-Funktion auf heimischen Spielkonsolen möglich gemacht. Inzwischen gibt es unzählige Spiele, die dem Prinzip von “Eye Toy” folgen. Was die Spielewelt mit dieser Funktion in Zukunft noch auf den Markt bringt, bleibt abzuwarten. Jedoch besteht mit Hilfe von AR die Möglichkeit, Spiele unmittelbar in der realen Umgebung stattfinden zu lassen. Das hat großes Potential.

Zudem gibt bereits eine Vielzahl an interaktiven Büchern, die mit AR umgesetzt wurden. Ein Beispiel hierfür ist der im November 2008 erschienene Weltatlas “Atlantica”. Mit Hilfe einer Software und einer Webcam können Landschaften dreidimensional und von allen Winkeln betrachtet werden.
Die Zahl der interaktiven Bücher auf dem Markt könnte immens steigen. Lehrbücher könnten interessanter gestaltet oder Kinderbücher zum Leben erweckt werden.
Auch die virtuelle Kleiderprobe nutzt die AR-Funktion. In vielen verschiedenen Online-Shops werden diese bereits eingesetzt und könnten nun noch optimiert werden. Passend hierzu wäre auch eine Frisurenvorschau beim Haarschneiden denkbar.

Ein weiteres Einsatzgebiet wäre in der Medizin möglich. Hier könnte AR beispielsweise angehende Ärzte durch verschiedene Trainingsprogramme unterstützen. Aber auch bereits studierte Ärzte könnten durch diese Funktion bei einer Operation unterstützt werden.
Zum Beispiel könnte der Arzt mit Hilfe einer Brille angezeigt bekommen, wo er einen Schnitt ansetzen und welche Instrumente er hierfür nutzen muss.
Informatiker der TU München arbeiten zusammen mit Chirurgen der Chirurgischen Uniklinik an der Entwicklung eines solchen Systems.

Ebenso kann die Industrie zukünftig AR zu ihrem Vorteil nutzen: für die Wartung und Reparatur von komplexen Maschinen könnte die Funktion eingesetzt werden und somit den Menschen unterstützen. Zum Beispiel durch das Abfotografieren von Teilen, die dann durch Animation virtuell an der Stelle positioniert werden, an der sie verbaut werden müssen. Aber auch das Einblenden einer virtuellen Schritt-für-Schritt-Anleitung beispielweise zum Warten eines Motors wäre eine Option.
BMW nutzt teilweise schon AR: Beim Bolzenschweißen im Prototypenbau ein wird AR-gestütztes optisches Messverfahren eingesetzt. Hierbei werden Schweißpunkte mittels eines Computers vermessen und visuell eingeblendet. Dies unterstützt den Arbeiter und verhindert Fehlerquellen.

Offensichtlich ist AR also längst keine Zukunftsmusik mehr, sondern schon längst im Alltag angekommen. Frage bleibt, wie stark sich die Funktion nachfolgend noch etablieren wird.

Quellen:

http://business.chip.de/artikel/Augmented-Reality-Die-ewige-Zukunftstechnologie-5_61775293.html

http://www.zehn.de/unter-wasser-1133603-10

Laravel Spark – Web-Startups in 5 Minuten programmieren

am 17 Okt 2015 in Aktuelles, Tech, Tools & Bücher von
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Am 15. September wurde die Alpha Version von Laravel Spark veröffentlicht, nachdem diese auf der Laracon 2015 offiziell vorgestellt wurde. Die Laracon ist die offizielle Laravel Konferenz in den USA und Europa. Laravel ist das beliebteste PHP Framework der Welt und Laravel Spark ist sozusagen der “Kickstarter” deines nächsten Laravel Projekts. >> Weiterlesen

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