Google Tag Manager

am 15 Okt 2017 in Tools & Bücher von
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“Schnelles und flexibles digitales Marketing: Auf dem globalen Marktplatz von heute ist Geschwindigkeit entscheidend. Mit Google Tag Manager können Sie jederzeit Tags für Ihre Website und Ihre mobilen Apps erstellen und aktualisieren, um mit dem Tempo Ihres Geschäfts mitzuhalten.”

So bewirbt Google seinen Tag Manager. Aber was soll das eigentlich bedeuten? Tags für Websites und Apps? Um mit dem Tempo mitzuhalten? Was macht man denn mit dem Tag Manager, und welche Vorteile bietet er?

Der Google Tag Manager wurde 2012 erstmals vorgestellt, aber nur schwach wahrgenommen. Die meisten (bis vor kurzem habe ich mich selbst dazu gezählt) haben höchstens den Namen einmal gehört, aber keine Ahnung, wie mächtig das Tool eigentlich ist, das sich dahinter verbirgt.

Anzahl der Google Anfragen für den Google Tag Manager im zeitlichen Verlauf

Anzahl der Google Anfragen für den Google Tag Manager im zeitlichen Verlauf

Was ist der Google Tag Manager?

Der Google Tag Manager (GTM) ist, wie viele Google-Dienste, kostenlos. In Verbindung mit Google Analytics ist er ein mächtiges Tool zum Tracking von… naja, allem Möglichen. Später mehr dazu.

Es handelt sich beim GTM um eine Art Container, der einmalig direkt nach dem <body>-Tag in den Quellcode eingefügt wird. Ab diesem Zeitpunkt findet das Management komplett über den Administrationsbereich des GTM statt. Es muss kein weiterer Code mehr eingefügt, keine Seiten mehr bearbeitet werden, und trotzdem können alle möglichen Codeschnipsel, JavaScripts uvm. in die Seite eingefügt werden. Der GTM ist also ein zentraler Verwaltungsort für alle Tags, welche man für die eigene Website benötigt.

Was sind Tags und wofür werden sie benötigt?

Einfach gesagt sind Tags Code Elemente, die zum Tracking verschiedener Daten verwendet werden. Ein Tag kann aus vordefiniertem Googlecode bestehen, wie zum Beispiel dem Google Analytics Tag oder dem Conversion Tracking Code von Adwords, muss es aber nicht. Beim Einsetzen von Tags sind dem Nutzer keine Grenzen gesetzt, da Google den Tag Manager anbieterneutral gestaltet, so ist es also möglich die verschiedensten HTML und JavaScript Codes zu implementieren. Doch wozu das Ganze?

Mithilfe der verschiedenen Tags ist es möglich unterschiedliche Daten zu erhalten, welche für das Marketing eine wichtige Rolle spielen. So lässt sich zum Beispiel tracken, wie viel Traffic auf einer Website ist, wo er herkommt und wie sich die Nutzer auf der Website verhalten. Durch diese Daten und viele weitere, lassen sich Erfolge von durchgeführten Marketing Kampagnen messen und die Erfolge besser einschätzen. Auch der Einfluss von Social Media Kanälen lässt sich so einfacher auswerten und dokumentieren. Durch die Erkenntnisse welche durch das Auslesen der Daten gemacht werden, lassen sich spätere Kampagnen besser auf das Verhalten der User anpassen.

Wie funktioniert der GTM?

Wie bereits vorhin beschrieben muss zunächst der Container im Quellcode der Seite integriert werden, um dem GTM. Ist dies passiert können nun alle weiteren Einstellungen über die GTM Oberfläche erfolgen. Um die Tags an die gewünschten Stellen zu legen muss zunächst einmal geklärt sein, auf welchen Seiten sie benötigt werden und welche Tags gewünscht sind. Stehen diese Dinge fest kann es auch schon losgehen, zunächst sollte Google Analytics mit dem GTM verbunden werden, auch dies passiert über ein entsprechendes Tag. Um ein solches Tag zu schreiben muss ihm zunächst ein Name gegeben werden. Anschließend wählt man den Tag-Type, beispielsweise Google Analytics, Benutzerdefinierter HTML-Tag oder Ereignis Listener. Hat man diese Einstellungen gewählt wird als nächstes die Tracking ID eingetragen. Im letzten Schritt müssen noch die sogenannten Regeln festgelegt werden.

Was sind Tag-Regeln?

Der GTM verfügt über zwei verschiedene Arten von Regeln, die Auslösungsregel definiert, wann ein Tag ausgelöst wird. Sie zu definieren ist immer notwendig. Die Blockierregeln definieren, wann ein Tag blockiert, also nicht ausgelöst wird. Zum Festlegen von Regeln gibt es zwei Möglichkeiten, erstens vorhandene Regeln verwenden oder eigene Regeln hinzufügen. Das definieren der Regeln beeinflusst also das Auslöseverhalten der Tags. Alle Regeln, welche ein Tag erhält stellen seine Tag-Konfiguration dar, diese wird nun beim Öffnen einer Website an den Browser der Users gesendet und ausgeführt. Alle gewonnenen Daten werden an das Integrierte Analytics Tool weitergegeben, da eine direkte Auswertung mit dem GTM nicht möglich ist.

Welche Vorteile bietet der GTM?

  1. Leichtes testen über eine Debugging Console und mit der Vorschaufunktion
  2. Verschiedene Nutzerberechtigungen können eingestellt werden
  3. Geräteübergreifend verwendbar, also auch für mobile Apps
  4. Jedes Tag kann benutzerspezifisch erstellt werden und trackt genau die Daten, welche benötigt werden
  5. Einfache Einbindung von Tags, ohne dass der Quellcode geändert werden muss
  6. Die Versionierung hilft dabei alle Änderungen nachzuverfolgen und alte Versionen im Handumdrehen wieder herzustellen
  7. zentraler Verwaltungsort für alle Tags
  8. durch vordefinierte Tags sind keine Programmierkenntnisse nötig, dies spart zeit und Kosten

Fazit: Lohnt es sich den GTM zu nutzen?

Der GTM bringt viele Vorteile mit sich, welche sowohl kleinen wie auch großen Unternehmen zugute kommen können. Vor allem der Marketing Abteilung kann somit die Möglichkeit gegeben werden möglichst einfach neue Tags hinzuzufügen, ohne den Umweg über die IT gehen zu müssen. Durch das Debugging Tool und die Vorschau Funktion kann außerdem getestet werden, dass alle Tags funktionieren. Da keine Veränderungen am Quellcode mehr durchgeführt werden müssen können schwerwiegende Fehler leichter vermieden werden. Alles in allem sollte die Option für jedes Unternehmen begutachtet und abgewägt werden, in vielen Fällen könnte der GTM eine Erleichterung für alle Beteiligten sein.

 

Quellen:

https://www.google.de/tagmanager/

https://support.google.com/tagmanager/answer/6163796?hl=de

https://www.google.com/intl/de/tagmanager/faq.html

http://www.netzstrategen.com/sagen/webwissen-google-tag-manager/

https://de.onpage.org/blog/google-tag-manager

http://t3n.de/news/google-tag-manager-50-minutiges-443576/

https://trends.google.de/trends/explore?q=Google%20Tag%20Manager

 

Erklären mit der Simple Show

am 15 Okt 2017 in Projektarbeiten & Studien, Tools & Bücher von
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Menschen fangen schon als Kind an, Bilder zu malen um Sachverhalte besser zu erklären. Auch nach dem Kindesalter benutzen viele Menschen zum Erklären Bilder oder visuelle Darstellungen. Nach diesem Prinzip arbeitet die 2008 gegründete Firma Simple Show. Mit Standorten in Amerika, Europa und Asien produzieren sie heute bis zu 200 Clips im Monat.

Viele von euch kennen sie bestimmt und haben sie vielleicht auch schon zum Lernen und Verstehen genutzt. Vor allem auf YouTube sind die sogenannten Simple Shows weit verbreitet. Dabei werden Sachverhalte anhand von Illustrationen und einer Story innerhalb von circa drei Minuten verständlich erklärt. Bekannt dafür sind die Handwischtechniken, mit denen die Illustrationen begleitet von Soundeffekten in oder aus dem Bild geschoben werden. Wer noch keine Simple Show gesehen hat, kann im folgenden Video einen Einblick erhalten.

Wie wird eine Simple Show erstellt?

Vor allem Unternehmen nutzen diese Clips für die Marketingkommunikation, interne Kommunikation oder das eLearning. Aber auch einzelne Personen können Clips in Auftrag geben.

Doch man kann eine Simple Show auch einfach selbst erstellen. Dabei kann man die Plattform mysimpleshow nutzen (https://www.mysimpleshow.com/de/). Das Konzept verspricht ein Erklärvideo in vier einfachen Schritten. Man sucht sich eine der Storyline-Vorlagen aus oder lädt eine eigene PowerPoint-Datei hoch. Dann geht es ans Schreiben des Drehbuches. Dabei unterstützt die Plattform mit praktischen Tipps und Beispielformulierungen, damit das perfekte Skript erstellt werden kann. Mit dem Skript erstellt die sogenannte „Erklärmaschine“ dann automatisch ein Storyboard, das dann durch den Nutzer angepasst und erweitert werden kann. Zum Schluss wählt man noch die Abspielgeschwindigkeit und die passende Voice-over-Stimme aus und schon kann man den Clip herunterladen.

Im Zuge des Projektmanagements im zweiten Semester habe ich mit meiner Gruppe eine eigene SimpleShow erstellt. Wie auch auf der Plattform mysimpleshow begann unser Projekt mit dem Schreiben des Drehbuches und der Erstellung eines Storyboards. Gleichzeitig wurden die Illustrationen gezeichnet und dann passend zugeschnitten. Das Video nahmen wir selbst mit einer Kamera auf und schoben dabei die Illustrationen auf einem weißen Hintergrund in und aus dem Bild. Der Ton wurde separat aufgenommen und später mit dem bearbeiteten Video zusammengesetzt. Man kann eine SimpleShow also auch mit etwas Aufwand selbst erstellen.

Was macht eine Erklärung zu einer guten Erklärung?

Bei der Erstellung ihrer Clips geht die Firma Simple Show nach folgender Methodik vor, um ein gutes Erklärvideo zu generieren:

  1. Kontext: Eine Erklärung steht nie für sich allein. Das Team analysiert die Themen direkt aus der Perspektive der Zielgruppe. Dabei stellen sie von Anfang an ein einfaches Verständnis der Themen voran.
  2. Vereinfachung: Das Team konzentriert sich bei der Erstellung eines Clips nur auf das Wesentliche und den Kern des Themas. Dabei verwenden sie eine einfache Sprache.
  3. Storytelling: Jede Erklärung hat ihre Botschaft. In ihren Clips erzählt das Simple Show Team den Sachverhalt aus der Sicht der Zielgruppe.
  4. Visualisierung: In den Clips wird viel Wert auf die Veranschaulichung der Erklärungen gelegt. Durch Bilder und Zeichnungen bleiben die Sachverhalte länger im Kopf und sind verständlicher für die Zielgruppe.
  5. Multisensorik: Durch die Ansprache mehrerer Sinne in ihren Clips sollen die Erklärungen länger im Kopf bleiben.

Wenn man diese Punkte in der eigenen Simple Show berücksichtigt, kann man ein Erklärvideo erstellen, dass für jeden verständlich und an die jeweilige Zielgruppe angepasst ist.

Fazit

Mit einer SimpleShow werden Sachverhalte einfach und für die Zielgruppe verständlich und visuell erklärt. Dies eignet sich vor allem für Unternehmen, die ihre Leistungen und Produkte schnell und einfach erklären wollen. Durch die Visualisierungen und die Kürze der Videos bleiben die Erklärungen lange im Kopf. Wer also ein Erklärvideo erstellen möchte, kann das fertige Tool mysimpleshow nutzen, eine Simple Show bei der Firma in Auftrag geben oder dem Ganzen einen persönlichen Touch verpassen und die Produktion selbst in die Hand nehmen.

Quellen:

http://simpleshow.com/de-de/

https://www.mysimpleshow.com/de/

Projektmanagement mit Stackfield

am 15 Okt 2017 in Tools & Bücher von
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Das Arbeitsleben und die Arbeit in Projekten haben sich in den letzten Jahren durch die Digitalisierung immer mehr verändert. Daten werden immer mehr digitalisiert, über Online-Projektmanagementtools und Clouds festgehalten oder mit anderen geteilt. 2013 kamen die Nachrichten über das Überwachungsprogramm PRISM und die Veröffentlichungen Snowdens zu den weltweiten Überwachungs- und Spionagepraktiken von US-Diensten ans Licht. Dadurch entstand bei den Menschen immer mehr das Bewusstsein für die Sicherheit von sensiblen Daten in der Cloud. Vor allem beim Austausch von Daten und Geheimnissen kam immer mehr die Angst auf, dass diese in die falschen Hände geraten könnten.

Dadurch entstand auch der Wunsch nach einer Plattform zur sicheren Zusammenarbeit und Kommunikation in der Cloud. Dies war die Zeit, als Stackfield aus der geschlossenen in die offene Beta ging. Die Gründer vermissten eine Lösung, die alle wesentlichen Bestandteile des Projektmanagements auf einer Plattform vereint. Sie fanden jedoch nur einzelne Lösungen für jedes Problem. Deshalb entschieden sie sich dazu, eine eigene Plattform zu erstellen um ihre eigene Projektarbeit und die der anderen zu verbessern und zu erleichtern.

Bis heute hat sich Stackfield in eine abgeschlossene Arbeitsumgebung und Organisation entwickelt, in der ein Team durch die Nutzung von Datenräumen kommunizieren und arbeiten kann. Die Zielgruppe dabei sind alle kleinen und mittleren Unternehmen, die einen unkomplizierten Weg zur Kommunikation und Kollaboration suchen. Aber auch Studenten, Projektteams und Organisationen können von dieser Plattform ihren Nutzen ziehen.

Wie funktioniert Stackfield?

Der Einstieg in Stackfield ist sehr einfach. Man muss sich nur registrieren, ein eigenes Master-Passwort definieren und schon stehen einem alle Dienste zur Verfügung. Wer gemeinsam ein Projekt oder eine Aufgabe erledigen will oder einen sicheren Ort für seine eigenen Daten und ToDos sucht, kann hier eine Organisation anlegen und dann alle Teammitglieder hinzufügen. Im nächsten Schritt werden diverse Datenräume, sogenannte „Stacks“, für jeden Zweck erstellt und für die beteiligten Personen freigeschalten. Schon kann mit der Arbeit begonnen werden. Dabei stehen dem Team direkt alle Module bereit, ohne das Browser-Plugins installiert oder etwas konfiguriert werden muss.

Während bei anderen Tools meist nur einzelne Module zur Verfügung stehen, vereint Stackfield Instant Messaging, Projektmanagement, Listen, Aufgabenverwaltung, Notizen und Dateien in einem. So kann ein Team Dateien und Notizen austauschen, Termine und Aufgaben miteinander koordinieren und auch live miteinander kommunizieren. Gleichzeitig lässt sich auf Stackfield auf einem Blick bestimmen, wer an welcher Aufgabe arbeitet und wie weit ein Prozess ausgeführt wurde.

Zusammenfassend sind die Funktionen von Stackfield:

  • Projekterstellung
  • Kollaboration
  • Dateimanagement
  • Aufgabenverteilung und Tracking
  • Terminverwaltung

Sind die Daten auf Stackfield wirklich sicher?

Bei Stackfield werden alle Daten aus verschlüsselten Räumen direkt im Browser des Users durch eine Kombination aus symmetrischen (AES) und asymmetrischen (RSA) Verschlüsselungsverfahren geschützt. Jeder Stack wird mit einem eigenen, automatisch generierten Schlüssel geschützt. Ohne diesen bekommen potenzielle Mitleser nur kryptische Zeichen zu sehen. Dies erfolgt in Echtzeit ohne Verzögerungen. Durch diese End-to-End-Verschlüsselung hat nicht einmal Stackfield selbst Zugriff auf die Daten und Inhalte der Nutzer. Zusätzlich werden die Daten auf Servern in Deutschland gespeichert.

Was kostet Stackfield?

Einzelne Nutzer zahlen bei Stackfield für eine Lizenz 8 Euro im Monat. Je mehr Lizenzen ein Unternehmen kauft, desto günstiger werden sie. Staffelweise sinkt der Preis auf bis zu drei Euro bei  250 erworbenen Lizenzen. Zum Test bietet Stackfield aber auch eine kostenlose Version an, die aber deutlich weniger Funktionen aufweist als die Pro-Version.

Fazit

Stackfield vereint alles, was man für das Projektmanagement benötigt, in einer Plattform. Dadurch benötigt man nicht verschiedene Zugänge bei mehreren Tools. Gleichzeitig sichert Stackfield die erstellten Daten und Konversationen vor Unbefugten. In meinem Projektmanagement-Team nutzen wir für unseren Pitch Stackfield und sind sehr zufrieden. Aufgaben lassen sich leicht erstellen und mit Terminen versehen, an die Stackfield einen früh erinnert. Durch den Chat und das Diskussionstool konnte schon das ein oder andere Problem schnell gelöst und ausdiskutiert werden. Dateien sind einfach aus Google Drive, OneDrive oder Dropbox importierbar und erstellbar. Ich kann das Tool für die Arbeit in Projekten nur empfehlen.

Quellen

https://www.startupvalley.news/de/stackfield-verschluesselte-cloud-plattform/

http://www.toolsmag.de/stackfield-156

https://www.deutsche-startups.de/2014/01/27/mit-stackfield-teams-zusammenarbeiten-aber-sicher/

https://www.marktding.de/innovation/stackfield-online-projektmanagement-tool-mit-verschluesselung/

 

Webflow – Design und Entwicklung in einem Schritt

am 26 Sep 2017 in Tools & Bücher von
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Was ist Webflow?

Nur ein weiterer WYSIWYG HTML-Editor mit schlechter Usability und unübersichtlichem Code, oder ein Interessantes Programm, das Design und Entwicklung von Websites in einem Arbeitsschritt ermöglicht?

Webflow ähnelt im Prinzip dem Adobe Programm “Muse”, mit dem wir uns im ersten Semester des Onlinemedien-Studiums bereits beschäftigen durften. Mit Muse haben dabei viele von uns eher wenig gute Erfahrungen gemacht. Die Bedienbarkeit wirkt wenig intuitiv und es dauert lange, sich in dem Programm zurecht zu finden. Sind einem die Begrifflichkeiten von HTML und CSS bekannt, findet man sich in Webflow sehr schnell zurecht. Im Gegensatz zu Muse ist Webflow kein Programm, das eine Installation benötigt, sondern wird im Webbrowser ausgeführt. Die einfache und übersichtliche Benutzeroberfläche werde ich euch im Folgenden vorstellen.

Ein weiterer Pluspunkt ist, dass Webflow im Gegensatz zu Muse keinen “Spaghetti-Code” generiert, sondern sauberen, semantisch korrekten Code, mit dem man einfach weiterarbeiten kann. Außerdem bietet Webflow die Möglichkeit, Custom-Code einzubinden. Hiermit kann man beispielsweise verschiedene APIs direkt in den Code integrieren.

Abbildung: Exportierter Code aus Webflow (Quelle: https://webflow.com/designer)

 

Der größte Vorteil

Jeder der in einer Werbe- oder Webagentur arbeitet, kennt das Hin und Her zwischen der Design- und Entwicklungsabteilung. In dieser Arbeitsteilung wird das Design strikt in Programmen wie Photoshop oder Sketch erstellt und dann an die Entwickler weitergegeben. Dabei müssen die Designer ständig neue Mockups für Desktop-, Tablet- und Mobile-Auflösungen erstellen, nur, um von den Entwicklern zu hören, dass dies oder das nicht möglich sei. Kommen dann noch ständige Korrekturen von Kunden dazwischen, dauert dieser Prozess ermüdend lange. Oftmals entsteht dadurch Zeitdruck und am Ende sind Designer und Entwickler mit dem Ergebnis unzufrieden.

Dieser komplette Arbeitsschritt entfällt mit Webflow. Hier entsteht eine Kombination aus Designer und Entwickler, denn der Designer muss sich den Grenzen von HTML und CSS bewusst sein, sowie deren Syntax beherrschen. Der exportierte Code kann dann an die Entwickler übergeben werden, um ggf. in einem CMS wie Typo3 umgesetzt zu werden, oder direkt als statische Webseite online gehen.

 

Der “Designer”

Der Designer ist der Teil des Programms, in dem wir die Webseite erstellen. Dieser ist in vier Bereiche aufgeteilt: Navigationsleisten am linken und oberen Bildschirmrand, die sogenannten “Panels” am rechten Bildschirmrand und in der Mitte die Vorschau unserer Webseite, das sogenannte “Display”.

In der Top-Navigation befinden sich allgemeine Einstellungen, hier können z.B. SEO Maßnahmen getroffen werden, Domain-namen vergeben werden oder Schriftarten importiert werden. Außerdem befindet sich dort eine Möglichkeit zum Preview der Seite in verschiedenen Viewports. Mit dem Button “Export” lässt sich der von Webflow erstellte Code herunterladen. Mit dem Publish-Button kann man die Webseite auf einer Webflow-Subdomain hosten, um sie auch in anderen Browsern schnell testen zu können.

In der linken Navigation befindet sich die Funktion “Add Elements”. Hier lassen sich aus einer Liste bekannte HTML Elemente wie Tabellen, Buttons, Div-Blöcke usw. auf der Webseite platzieren. Außerdem sieht man hier alle Seiten bzw. Unterseiten, die man in einem Projekt erstellt hat mit jeweiligen Einstellungen.

Das interessanteste Panel ist wohl das Style-Panel, hier können sämtliche CSS Eigenschaften eines ausgewählten Elements geändert werden. Das heißt die Abstände, Position, Typografie, Effekte und Dimensionen etc. können mit einem Klick verändert werden und die Änderungen werden in Echtzeit im Display dargestellt. Will man zum Beispiel seine komplette Webseite blau färben, würden man das body-Element auswählen, und als Background color “blue” auswählen. Für die Elemente können hier auch Klassennamen vergeben werden, wie man es eben vom klassischen CSS-Coding kennt.

Abbildung: Benutzeroberfläche mit selektiertem Body-Element (Quelle: Screenshot selbst angefertigt)

Ich könnte euch jetzt noch weiter die Funktionsweise erklären, allerdings kann ich das unmöglich besser machen, als die zahlreichen Video-Tutorials von Webflow selbst. Diese findet Ihr hier: https://university.webflow.com/

Ihr könnt Webflow kostenlos ausprobieren, das ganze ist dabei begrenzt auf eine Webseite, deren Code ihr nicht exportieren könnt. Ihr könnt die Seite aber veröffentlichen und unter der Webflow subdomain ganz normal aufrufen und euch den Quelltext anzeigen lassen. Auf https://webflow.com/ könnt Ihr euch genauer über die Funktionsweise informieren, sowie über das integrierte Webflow CMS. Unter https://webflow.com/discover/popular findet Ihr einige Showcases, die zeigen, was mit Webflow so möglich ist.

Mir persönlich macht die Arbeit mit Webflow viel Spaß und geht schnell von der Hand. Mit den vielen Tutorials kann man schnell verschiedene Designs nachbauen und lernt dabei auch etwas für die klassische Arbeit mit HTML und CSS. Die klassische Arbeitsweise sollte einem schon einigermaßen vertraut sein, erst dann kann man das volle Potential von Webflow nutzen. Am besten finde ich, dass das ständige Hin- und Her-Switchen zwischen HTML-Editor, Browser und Entwicklerwerkzeugen wegfällt.

Quellen:

https://medium.com/@ryryjmo/why-i-ditched-sketch-for-webflow-45c8531d4b0 (21.09.17)

https://webflow.com/designer (21.09.17)

http://t3n.de/news/responsive-webdesign-intuitives-452281/ (21.09.17)

https://webflow.com/ (21.09.17)

 

Und die eigene Erfahrung mit Webflow 😉

Tableau – Visualisierungssoftware

am 28 Jun 2017 in Tools & Bücher von
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Was ist Tableau?

Tableau ist eine Visualisierungssoftware, mit der sich leistungsstarke und aufschlussreiche Visualisierungen erstellen lassen. Es wird genutzt um seine eigenen Daten zu erforschen mithilfe von unbegrenzten Möglichkeiten an visuellen Analysen. In Tableau ist es möglich, mit bereits wenigen Klicks und kurzer Einarbeitungsdauer, Dashboards zu erstellen und oder Ad-hoc-Analysen durchzuführen. Man kann seine Arbeitsergebnisse auch mit anderen weltweit teilen und so unter Umständen den eigenen Unternehmenserfolg fördern. Dabei wird Tableau von ganz neu gegründeten Startups genutzt bis hin zu global interagierenden Unternehmen. Die Benutzer aus aller Welt benutzen Tableau um ihre Daten sichtbar und verständlich zu machen.

Geschichte von Tableau

Alles begann im Jahre 2003, dort entstand Tableau als eine Ausgründung aus der Stanford University (US-amerikanische Privatuniversität). An jener Universität trafen Chris Stolte, Pat Hanrahan und Christian Chabot aufeinander und hatten eines gemeinsam, die Leidenschaft für Daten. Die 3 Gründer hatten das gemeinsame Ziel eines der anspruchsvollsten Probleme im Softwarebereich zu lösen. So sollten Daten zukünftig so dargestellt werden können, dass sie jeder verstehen würde. Dies sind die Kernelemente von Tableau.

Wie komme ich an Datensätze?

Der einfachste Schritt an Datensätze zu kommen, ist es sich selbst Daten zu erheben, z.B durch Umfragen usw. Aber es gibt auch andere Wege an Daten zu kommen. Tableau selber bietet einige Datensätze an, unter folgendem Link:

https://public.tableau.com/de-de/s/resources

Des Weiteren gäbe es noch eine andere Seite die ich Vorschlage und zwar Kaggle. Dort gibt es auch frei verfügbare Datensätze mit denen man in Tableau experimentieren kann. Unter folgendem Link sind dort Daten verfügbar:

https://www.kaggle.com/datasets

Die ersten Schritte

Als allererstes benötigt man eine Lizenz oder eine Testlizenz. Studenten der DHBW Mosbach erhalten von Tableau eine Lizenz, wenn man sich direkt per Mail an die Damen und Herren dort wendet. Der Kurs ON16 erhielt aber bereits vorab eine Testlizenz von Prof. Dr. Thomas Wirth im Rahmen der Lehrveranstaltung „Angewandte Statistik“. Die Testlizenz kann man einfach unter folgendem Link beantragen:

https://www.tableau.com/de-de/products/trial

Ist diese Lizenz beantragt, downloadet man sich die Software und installiert sie nach der Anleitung von Tableau selbst. Danach startet ihr einfach zum allerersten Mal Tableau. Dabei landet ihr auf dem Startbildschirm (Da ich bereits ein paar Projekte habe sieht er gefüllter aus).

Tableau Ansicht der StartseiteAuf der linken Seite befindet sich die Möglichkeit des Verbindens, im oberen Teil mit einer lokalen Datei und darunter kann man sich direkt mit einem Datenserver verbinden, vom dem die Informationen stammen. Dieses Verbinden bedeutet, dass man als Grundlage einen Datensatz hat, der z.B eine Excel-Datei oder ein MySQL-Server ist.

Für mein Beispiel habe ich bereits direkt von Tableau einen Datensatz heruntergeladen (Wie man das macht erkläre ich in einem anderen Kapitel). Im nächsten Schritt klicke ich also per Doppelklick auf das Feld Excel und navigiere zu dem Ordner in dem mein Datensatz enthalten ist.

Tableau Hinzufügen eines Excel-Datensatz

Danach wähle ich den Datensatz aus und lande nach kurzer Wartezeit dann in der Oberfläche von Tableau. Nun sieht man vor sich den jeweiligen Datensatz. Diesen gilt es nun so zu bearbeiten, dass man daraus eine gute Visualisierung machen kann. Auf der linken Seite befindet sich einmal ein Überblick zu den Verbindungen und darunter befindet sich die Überschrift Blätter. Dort kann man mit dem Dateninterpreter die Daten reinigen (Würde ich nicht empfehlen, da dort auch relevante Daten gelöscht werden könnten). Des Weiteren könnte man neue Verbindungen anlegen, aber dies würde für die ersten Schritte zu weit führen.

Tableau Übersicht ExceldatenWollen wir nun Daten bearbeiten, klicken wir auf die jeweilige Spalte, in meinem Beispiel hier Nationality. Dann klicken wir auf die 3 Buchstaben „Abc“ und wählen im Dropdownmenü den Wert geografische Rolle aus und dann im nächsten Dropdownmenü Land aus.

Tableau Anpassung der Werte

Dies könnte man noch mit mehreren Spalten tun, aber in diesem Tutorial reicht das erstmal. Im nächsten Schritt klicken wir auf die Schaltfläche Blatt1 und dann öffnet sich der Arbeitsbereich für die Visualisierungen. In der linken Spalte befindet sich das Datenfeld und das Analytics-Feld. Das Datenfeld, wie der Name schon sagt, beschäftigt sich mit den Daten und ist aufgeteilt in Dimensions und Kennzahlen. Diese werden nachher für die Visualisierungen benötigt.

Mit dem Analytics-Feld beschäftigen wir uns später. In der Spalte daneben gibt es die Karten-Seiten, Filter und Markierungen, die nachher die eigentliche Visualisierung ausmachen. Oben über der Überschrift Blatt1 befinden sich Felder, Spalten und Zeilen. In diese 2 Zeilen werden später die Dimensions hereingezogen, die dann auf dem Blatt 1 eine Visualisierung ergeben.

Tableau Neues BlattIm nächsten Schritt erstellen wir die eigentliche Visualisierung. Im meinem Beispiel ziehen wir das Feld Age auf Spalten und in Zeilen das vorhin bearbeitete Feld Nationality.

Tableau Reihenfolge im DiagrammNun stellen wir fest, dass in der Skala Age eine sinnlose Sortierung erscheint. Dafür gibt es eine einfache Lösung: Beim dem Feld Age steht SUM(Age).

Wenn man nun über das Feld drüberfährt und auf den Pfeil klickt erscheint ein Dropdownmenü. Dort ist das Feld Kennzahl(Summe). Dies muss man ändern indem man darauf klickt und den Wert auf Mittelwert ändert. Im nächsten Schritt wird die Visualisierung gefiltert und dann noch optisch aufgewertet.

Um einen Filter anzuwenden zieht man nochmal aus der linken Randspalte das Feld in das Filterfeld. In meinem Beispiel wollen wir 4 Nationalitäten auswählen, nämlich Deutschland, Italien, Vereinigtes Königreich und Spanien. Um den Filter auszuwählen klicken wir doppelt auf dem Feld im Filterfeld und klicken dann in dem geöffneten Feld erstmal auf die Schaltfläche Keine. Dann wird in der Suchleiste das jeweilige Land auf Englisch eingegeben. Zum Schluss muss man dann noch mit Anwenden bestätigen.

Tableau Filter hinzufügenNun hat sich die Anzeige schon verkleinert. Jetzt wollen wir noch die Farben von den Nationalitäten ändern. Dies tun wir indem wir das Feld Nationality wieder aus der linken Spalte auf das Feld Farbe ziehen. Damit unterscheidet sich nun jeder Balken von dem anderen.

Zu guter Letzt wollen wir noch die Skala ändern beim durchschnittlichen Age. Dies machen wir einfach und unkompliziert indem man per Doppelklick auf diese Leiste klickt. Dann wählt man in den Radiobuttons fixiert aus und definiert einen festen Anfang. In diesem Fall würde ich vorschlagen bei 18 anzufangen. Dies wählen wir aus, klicken auf Anwenden und fertig ist unser einfaches Diagramm. Weitere Funktionen kann man sich durch Ausprobieren selber beibringen. Viel Spaß dabei!

Tableau Achsen bearbeiten

Quellen:

  • https://www.tableau.com/de-de/trial/tableau-10?utm_campaign=Prospecting-CORE-ALL-ALL&utm_medium=Paid+Search&utm_source=Google+Search&utm_language=DE &utm_country=DACH&kw=tableau&adgroup=CTX-Brand-Core-DE-E&adused=138328901967&matchtype=e&placement=&gclid=Cj0KEQjw6-PJBRCO_br1qoOB4LABEiQAEkqcVTkW3qoO-C393nFRh6aCayKlJLpxTrycMW6oQtr_wrgaAo8U8P8HAQ
  • https://www.tableau.com/de-de/about/mission

Bilder:

  • Eigene Darstellungen

Suchmaschinenoptimierung in den USA – Mein Auslandsprojekt

am 01 Okt 2016 in ON-Life, Tools & Bücher von
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Im vergangenen halben Jahr hatten wir, die Onlinemedien-Studenten Jahrgang 2013, eine lange Praxisphase in unseren Unternehmen. Das bot die Gelegenheit größere Projekte zu übernehmen. Mein Projekt führte mich 7.422 Kilometer weit von zu Hause weg, nach Alpharetta, im US-Bundesstaat Georgia. Dort habe ich für drei Monate in der US-amerikanischen Tochtergesellschaft meines Ausbildungsbetriebes Hansgrohe mitgearbeitet und so einiges erlebt!  Meine Aufgabe war die Einführung von SEO-Maßnahmen. SEO steht für Search Engine Optimization, zu Deutsch Suchmaschinenoptimierung. Die Basics der Suchmaschinenoptimierung sind Inhalt des Onlinemedien-Studiums. Mit den in der Theoriephase „aufgeschnappten“ Grundkenntnissen bin ich im Juni 2015 in mein Projekt gestartet. Bereits meine Einarbeitungs-Phase machte mir klar, dass mehr hinter „SEO“ steckt, als ich zu Anfang vermutet habe.
Ziel ist es, qualitativ hochwertige Besucher für die eigene Website zu generieren. Dies gelingt durch sehr gute Positionierung der Website in den Suchergebnisseiten von Suchmaschinen. Denn genau diese Suchmaschinen (Google, Bing, Yahoo & Co.) haben sich innerhalb der letzten Jahre in unserem Alltag etabliert. „Ok Google, navigiere mich zum Europapark“, „Öffnungszeiten Rathaus“, „Apfelkuchen backen“, „Autoversicherung“ … etc.: Das World Wide Web bietet Antworten auf (fast) alle Fragen und Suchmaschinen helfen dem Nutzer, diese Antworten schnell und einfach zu finden. Der Vorteil von Suchmaschinenoptimierung liegt darin, dass sich das Unternehmen nicht wie bei „klassischen“ Marketing-Maßnahmen (z. B. dem E-Mail-Marketing) potenzielle Kunden suchen und diese dann von sich und seinen Produkten überzeugen muss, sondern dass aktiv vom Kunden nach einem Thema oder Anbieter gesucht wird. Ein Unternehmen kann so zum Zeitpunkt der Nachfrage beim Kunden präsent sein und die Chance, interessierte Nutzer zu erreichen, ist bedeutend höher.
Und wie erreicht man nun diese guten Positionierungen in den Suchergebnisseiten? Dazu ist es wichtig zu wissen, dass Google Algorithmen hat, die anhand von über 200 Faktoren berechnen, welche Websites für die Suchenden am relevantesten sind. Die Relevantesten werden „weit oben“ bzw. „weit vorne“ in den Suchergebnissen gelistet. Und wie jeder sicher aus eigener Erfahrung weiß, klickt man in den seltensten Fällen auf Suchergebnisseite 2, 3, usw. Meist wird man auf Seite 1 fündig oder ändert seine Suchanfrage. Durch SEO-Maßnahmen können bessere Positionen erreicht werden. Diese Maßnahmen sehen zum einen die technische Verbesserung der eigenen Website vor, um diese für die Erfassung durch die Suchmaschinen zu optimieren. Zum anderen sollen die Inhalte und die Struktur der Website an die relevantesten Suchanfragen der Nutzer angepasst werden. Den Suchmaschinen ist es aber am wichtigsten, dass die Nutzer mit den Suchergebnissen zufrieden sind. Google selbst beschreibt das in seinem „Search Engine Optimization Starter Guide“ folgendermaßen: “Even though this guide’s title contains the words “search engine”, we’d like to say that you should base your optimization decisions first and foremost on what’s best for the visitors of your site.”
Während meiner Vorbereitung in Deutschland habe ich gemeinsam mit Mitarbeitern der Hansgrohe SE den SEO-Rollout für die USA geplant und vorbereitet. Nebenher lief mein langwieriges Visum-Verfahren, das kurz vor meinem Abflug noch einmal für eine kurze Panik sorgte. Nach einer langen Autofahrt vom Schwarzwald nach München und zurück hat aber letztendlich alles funktioniert und ich konnte Anfang August mit Reisepass, gültigem Visum, einem vollgepackten Koffer, Vorfreude und viel Nervosität in die USA fliegen. In den USA angekommen, musste ich mich erstmal an die Zeitumstellung gewöhnen, was mir beim Hinflug wesentlich schwerer fiel als beim Heimflug. Dank einer netten deutschen Begrüßungs-Truppe, die in den USA bereits auf mich wartete, fiel ich zum Glück nicht bereits um 20 Uhr ins Bett, sondern konnte mich noch etwas wach halten und mein erstes amerikanisches Abendessen genießen. Am nächsten Morgen ging’s zu Hansgrohe, meine Kollegen für die kommenden drei Monate kennenlernen. Meine Nervosität war unbegründet, denn ich habe sehr aufgeschlossene Leute kennengelernt, die mir während meiner Zeit in den USA sehr ans Herz gewachsen sind. Aber trotzdem war an den ersten paar Tagen alles noch ziemlich fremd. Das erste Mal einkaufen im amerikanischen Supermarkt zum Beispiel: Alles nur in XXL-Packungen, elektrische „Rollstühle“ mit denen man durch die Gänge düsen konnte und die beim Rückwärts-Fahren piepen wie ein LKW und 1.000 Plastiktüten, die an der Kasse vom Kassierer gepackt werden. Aber an das alles und noch vieles mehr habe ich mich sehr schnell gewöhnt. Mein Projekt habe ich gemeinsam mit meinem amerikanischen Betreuer Jordan durchgeführt und zum Schluss den – nennen wir sie mal „Entscheidern“ – präsentiert. Natürlich gab es Höhen und Tiefen, aber rückblickend bin ich doch sehr zufrieden mit dem Projekt-Verlauf.
Es war schon eine Herausforderung als deutsche Studentin in ein fremdes Land zu fliegen, dort für drei Monate zu leben und mit neuen Kollegen an einem Projekt zu arbeiten, für das man selbst verantwortlich ist. Und dann war da ja noch die andere Sprache… Aber für mich war es die beste Erfahrung, die ich bisher machen durfte. Und dennoch ist es immer wieder schön nach Hause zu kommen, auch wenn man völlig übermüdet ist und auch wenn es in Stuttgart gefühlt 20 Grad kälter ist. Und hin und wieder, z. B. beim Bestellen im Subway, kommen Gewohnheiten aus den USA wieder zum Vorschein und die Bestellung wird – zur Verwirrung des Subway-Mitarbeiters – zeitweise auf Englisch aufgegeben. 😀