FilmklappeVorlesung heute: Film und Dramaturgie. Klingt spannend, ist es auch! Man lernt viele nützliche Sachen: wie man an ein Filmprojekt herangeht, worauf man dabei achten muss, was es alles zur Technik zu sagen gibt, wie sich das Thema Film überhaupt entwickelt hat und und und…
Irgendwann heißt es dann:

„So, jetzt geht mal raus und sucht euch ein Thema für einen Dokumentarfilm. Morgen ist euer erster Drehtag!“

SCHOCK!! Ein Raunen geht durch die Reihen. „… morgen… Drehtag… der erste…?“ Das kann doch nicht sein. So schnell soll das gehen? Aber Dozentin und Dozent meinen es ernst. Wir brauchen heute ein Thema, genau heute, quasi sofort. Auch alle Bedenken, die wir so einzuwenden haben, sind natürlich vergebens. Zuversichtlich trösten sie uns mit:

„Ach, das haben die Jahrgänge vor euch auch geschafft, also auf auf!“

Na, die haben gut reden… machen solche Projekte ja auch in ihrem Berufsleben. Aber wir? Wie sollen wir so schnell ein Thema finden? Für einen Film. Ein FILM! Während der Großteil des Kurses noch mit Fassungslosigkeit und dem Verbergen der erstaunten Gesichter kämpft, tun sich doch recht schnell einige mutige Stimmen auf:

„Los, Leute. Das packen wir! Wir fragen einfach da und dort, und bei denen und dann finden wir schon was, das wird super!“

Das klingt jetzt nach keinem genialen Plan, aber trotzdem haben sich alle irgendwie von diesem Enthusiasmus anstecken lassen. Wir hatten ca. 60 min Zeit, um durch Mosbach (keine Wertung) zu stürzen und irgendeine interessante Story über irgendeine interessante Person zu finden, die irgendwie mit uns einen Film machen möchte. Nun ja, um die Sache etwas abzukürzen, das war eine riesige Herausforderung! Fast niemand war spontan genug für unser Vorhaben. Kaum jemand wollte die Zeit investieren. Einige waren furchtbar skeptisch, was wir wohl mit ihnen anstellen würden für diesen Film. Außerdem gab es an diesem Tag wohl ein Mosbach-weites Chef-aller-Firmen-Treffen, denn eine Antwort hörten wir überdurchschnittlich oft:

„Oha… da müsste ich den Chef fragen. Der ist aber g’rad nicht da, versuchen Sie es doch morgen zwischen 10.00 Uhr und 10.04 Uhr nochmal.“

Nichts desto trotz hat jede der drei Gruppen noch ein super Thema gefunden. Bei den einen waren es erfolgreiche Internet-Recherchen, bei den anderen unzählige Telefonate und bei den letzten ein wachsames Auge für die Menschen auf der Straße, was zum Erfolg führte. Die Filme können sich alle drei sehen lassen und Spaß hatten wir sicher alle genug bei den Dreharbeiten und Nachbearbeitungen der Filme. Zugegeben, die Nachtschichten waren etwas länger, aber lohnenswert. Überzeugt euch doch einfach selbst:

→ Unsere drei Dokumentarfilme:

2 Kommentare

  1. Hey,

    wir haben dieses Semester die Vorlesung, von der dieser Blogeintrag handelt. Ich bin mal sehr gespannt, wie das bei uns wird! Ich denke, ich werde auch einen Eintrag zu unserem Workshop schreiben, und wenn wir dann Ergebnisse haben, gibt’s diese ebenfalls hier. 😉

    Liebe Grüße,
    Katharina

    1. Wenn ihr rechtzeitig anfragt, könntet ihr (grundsätzlich) über folgende Dinge Dokumentationen drehen:
      – Heidelberger Zoo
      – Burger King Mosbach
      – Viet Vo Dao Kampfsport (wenn, schreibt mich am besten kurz an)

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