Manchmal lese ich Dinge, bei denen ich mich frage, wieso das jemand wissen muss. Viel schlimmer: „Wieso muss ich das wissen?“

Vor kurzem bin ich über eine alte Neuigkeit von Microsoft gestolpert. Sie haben den Blauton gefunden. Den einen! Den, dessen Name ich nicht aussprechen kann oder will: #0044CC

Ob sich durch dieses Wissen mein Leben verändert weiß ich nicht. Ob nun alle Webdesigner aufspringen und aufgeregt im Kreis hüpfen bevor sie alle Linkfarben an die eine anpassen, weiß ich auch nicht. Ich bezweifle beides. Aber in den Nachrichten wurde das Blau aufgegriffen.

Dieses Blau soll nun 80 Millionen Dollar wert sein. Microsoft wollte diese Farbe für Links bei Werbung in der eigenen  Suchmaschine Bing einsetzen. Dadurch erhoffte sich die Firma Mehreinnahmen aufgrund von höherer Klickraten bei der Werbung.

Schön.

Ein Vorteil des Studiengangs Onlinemedien ist, dass man mitreden kann. Es ist interdisziplinär, man lernt also viele verschiedene Bereiche kennen. Bei so einer Neuigkeit macht es bei uns Onlinemedien-Studenten auch „Klick“. Wir könnten das Blau auch so analysieren wie ein Dozent von uns in seinem Designforschungs-Blog. Mir persönlich ist bei der Nachricht aber der Begriff „multivariates Testing“ in den Sinn gekommen. Dieses Fachwort wird einem beispielsweise in der Vorlesung Human Computer Interaction (HCI) näher gebracht.
Es geht kurz gesagt darum verschiedene Versionen von etwas miteinander zu vergleichen.

Beispiel: Ich möchte die Webseite für www.meineneuetollewebseite.de neu gestalten. Ich hole also zwei Agenturen und jede liefert mir einen Entwurf. Diese beiden Entwürfe spiele ich nun kontrolliert zufällig aus und jeder Benutzer bekommt eine, der beiden Entwürfe. Dann messe ich, wieviele jeweils mein tolles Produkt kaufen. Am Ende kann ich also (hoffentlich) feststellen, dass Version A besser ist als Version B oder umgekehrt.

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