Die blaue Mauritius – wohl jeder kennt diesen Namen bzw. hat schon mal etwas darüber gehört. Was sich dahinter verbirgt ist eine Briefmarke – die wohl bekannteste Briefmarke der Welt. Mit einem Wert von mehr als 1 Millionen US-Dollar (Quelle: Spiegel) und einem weltweiten Vorkommen von nur noch 12 Stück gehört sie zu den wertvollsten Briefmarken dieses Planeten.

Doch haben wir uns nicht alle schon mal gefragt, wer ein solch seltenes und zugleich wertvolles Stück Papier mit Tinte besitzt? Und wo genau befindet sich ein derartiges Prachtexemplar der Superlative?
ON09 hat sie gesehen! Wir haben Sie live vor Augen gehabt! Eines der wertvollsten Stücke dieser Welt – wir haben es gesehen! Nur wenigen Menschen dieser Welt bietet sich eine solche Möglichkeit.

Doch wie ist es dazu gekommen?

Alles Begann mit dem Besuch unseres Kurses (ON09) im Museum für Telekommunikation (in Berlin).

Das Telekommunikationsmuseum in Berlin mit seinen fußballspielenden Robotern.

Empfangen von zwei fußballspielenden Robotern aus dem vorletzten Jahrhundert starteten wir unsere Erkundungstour durch das vielseitige Angebot des Museums.

Briefkästenschau

Auf der Suche nach der blauen Mauritius begegneten wir den verschiedensten Kommunikationsmitteln. Wir sahen ‚Tops‘ und ‚Flops‘ längst vergangener Zeit und lernten vieles über den Werdegang der Medien und seiner Kommunikationswege.

Ein multimedialer Touchtable.

Die Geschichte der Briefmarken – Chroniken von Briefkästen, Händys und Fernsehern – multimediale Touchtables – Fernsehsendungen, die viele bereits verdrängt haben – eine Kutsche, zerlegt in ihre Einzelteile und vieles Weitere prägten meine Sinne und lassen mich nun davon berichten.

Kutsche in Einzelteilen
Eine Kutsche, zerlegt in ihre Einzelteile.

Getrieben von der Suche nach der blauen Mauritius blickte ich jede einzelne der Briefmarken in der Postabteilung sorgsam durch. Auf der Suche nach den Worten „blaue“ und „Mauritius“ scannte ich jeden der einzelnen ausgestellten Briefmarken und deren Titel – jedoch leider erfolglos.

Also wo befand sich nun der Schatz?

Viel gab es nicht mehr zu erforschen im Museum und allmählich wurde ich skeptisch, ob es sich bei der Angabe über den gesuchten Schatz um eine Fehlinformation handelte.
Kurz davor mich beim Museumsdirektor zu beschweren, dass man über eigene Erkundung nicht das Wichtigste im ganzen Museum entdecken kann, teilte mir Herr Wirth mit, dass noch ein Untergeschoss im Anwesen des Museums existiert. Eifrig spazierte ich die Treppen zum Untergeschoss der Anlage herunter.

Jetzt wurde es spannend!

Ich trat in einen verdunkelten, kühlen Raum, in dem man gerade noch erkennen konnte, dass sich viele Säulen darin befanden und es ein sehr sehr großer Raum war. Trat man an eine Säule heran, so leuchtete ein Licht hinter einer Glasscheibe auf und beleuchtete ein in der Säule platziertes Wertstück. Sofort wurde mir klar: Hinter einer dieser Säulen verbirgt sich mein lang ersehnter Schatz!

The dark side of Communication Museum.

Schnell, jedoch systemlos trat ich an einige der Säulen heran. Die erste Säule zeigte einen handgeschriebenen Brief – die nächste zeigte Fälschungsversuche von Briefmarken – die darauf folgende zeigte wieder irgendetwas anderes mit einem Briefkuvert. Jedes Mal, wenn man an eine Säule heran spazierte wurde ein Objekt über Einblendung hervorgebracht und parallel dazu mit Audio untermalt.

Doch Moment!

Was war mit dem Briefcouvert aus einem der Säulen? War dort vielleicht die Briefmarke der Welt angebracht? Schnell suchte ich diesen erneut auf und…

Da war sie: Die blaue Mauritius!

Die blaue Mauritius.

Ich hatte mein Ziel erreicht. Gefunden, wonach ich lange gesucht habe. Es gibt sie also tatsächlich im Museum für Telekommunikation in Berlin. Der Tag hatte sich also gelohnt, die Welt war gerettet und ich war zufrieden. 🙂

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