Bei Problemen, die einfach nicht gelöst werden wollen, sollten Werkzeuge wie Vorschlaghammer, Äxte und Bohrer von Softwareentwicklern ferngehalten werden. Oder umgekehrt. Andere Werkzeuge können jedoch im Alltag Probleme vermeiden und die Arbeit vereinfachen. In dieser Reihe werden solche Werkzeuge, die von Autoren regelmäßig in Studium und Arbeit genutzt werden, vorgestellt.

WhatTheF…ont!?

Habt ihr auch letztens einen gut gemachten Flyer gelesen und euch gefragt, welche Schrift die denn dafür verwendet haben? Welche Schrift verwendet denn die DHBW im Logo? Die Auswahl an Schriften ist riesig, wer da noch einen Überblick haben möchte, besucht einfach unsere Typografie-Vorlesungen, oder – noch besser – lässt sich von einem super Onlinewerkzeug helfen: WhatTheFont.

Die Bedienung ist einfach: Zuerst ein Bild bis maximal 2MB Größe hochladen oder einen Link angeben, unter der das Tool die zu analysierende Grafik findet. Um euch die weiteren Schritte zu demonstrieren, habe ich uns das Logo der DHBW Mosbach vorbereitet und hochgeladen:

Logo der DHBW MosbachNach dem Hochladevorgang präsentiert euch WhatTheFont einen Bildausschnitt für jeden Buchstaben, den es erkannt hat. Welches Zeichen das Tool von euch wissen möchte, hebt es farblich hervor. Falsch erkannte Buchstaben (okay, die ersten beiden Ausschnitte haben die Form einer 9 und eines &) können einfach gelöscht werden:

WhatTheFont Screenshot 1

Manche Zeichen erkennt das Tool aber automatisch und nimmt euch das mühsame eintippen ab:

Bei Umlauten oder Zeichen, die aus zwei oder mehren Teilen bestehen (ä, ö, ü, !, %, ?, …) hat aber auch dieses Tool seine Schwierigkeiten. Ihr könnt jedoch nachhelfen, indem ihr die einzelnen Bestandteile eines Zeichens zusammenfügt: Einfach die beiden ü-Punkte schnappen, auf das u von „Baden-Württemberg“ ziehen – fertig!

WhatTheFont Screenshot 3Alle Zeichen ausgefüllt? Prima! Lasst uns mal schauen, was WhatTheFont uns für Schriftarten vorschlägt…

WhatTheFont Screenshot 4Das Ergebnis überzeugt: Von fünf vorgeschlagenen Schriften und Schriftschnitten waren die ersten drei „Generis Sans“ (bzw. Simple) – ein Treffer ins Schwarze! Damit die Erkennung gut funktioniert, hier noch ein paar Tipps für ein optimales Ergebnis:

  • Sorgt für einen guten Kontrast von Zeichen und dem Hintergrund. (Bspw. schwarze Schrift auf weißem Hintergrund – hier kann eine Bildbearbeitung hilfreich sein)
  • Die Zeichen sollten sich nicht berühren, da WhatTheFont sie sonst nicht korrekt trennen kann
  • Schickt dem Tool keine schrägen, sondern möglichst waagerechte Texte (auch das kann man am Computer noch schnell beheben)
  • Kleine Schriftgrößen sind schwer analysierbar. Mache dich und das Tool mit hochaufgelösten Grafiken glücklich!

Und sollte keiner meiner Ratschläge Erfolg haben, dann probiert es doch einfach mal auf What Font is, einer ähnlichen Suchmaschine für Schriften.

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